Schromm lobt Trainingseifer seiner Mannschaft

SpVgg denkt schon an Aufstiegs-Relegation

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Gewohntes Bild: Die Hachinger jubeln, hier JimPatrick Müller mit Maximilian Bauer nach dem 4:0.

SpVgg Unterhaching - Die SpVgg Unterhaching lässt sich auch vom harmlosen FC Ingolstadt II nicht stoppen und fegt über den mit Bundesliga-Profis verstärkten Gegner mit 5:1 (3:0) hinweg.

Auch der FC Ingolstadt II erwies sich nicht als Stolperstein für die Hachinger. Zwar ging es für die SpVgg im Heimspiel vor 1750 Zuschauern diesmal nicht ganz so schnell wie am vergangenen Spieltag gegen Hof, als man nach 28 Minuten bereits mit 4:0 vorne lag. Ein 3:0 nach 33 Minuten reichte aber auch diesmal, um den 13. Sieg im 15. Saisonspiel vorzeitig unter Dach zu bringen.

Der bis dato ungeschlagene Tabellenführer der Regionalliga Bayern konnte sich wieder einmal auf seine beiden Torjäger Sascha Bigalke und Stephan Hain verlassen. Bigalke schoss zwei Treffer und legte zweimal auf. Liga-Top-Torjäger Hain bereitete neben seinem 14. Saisontor ein weiteres Hachinger Tor vor.

„Wir haben super gespielt und schnelle Tore gemacht. Das ist dann einfacher, wenn Du früher in Führung gehst“, sagte Bigalke, dem die Saisontreffer Nummer zehn und elf gelangen.

Während die Heimelf in den ersten Minuten munter aufspielte, erstarrten die mit fünf Profis aus der Bundesligamannschaft verstärkten „Schanzer“ fast vor Ehrfurcht. „Unser Plan war nach zehn Minuten eigentlich schon über den Haufen geworfen“, sagte ein konsternierter Gäste-Trainer Stefan Leitl, der die Partie als ehemaliger Zweitligaspieler bei der SpVgg mit gemischten Gefühlen verfolgte. In der dritten Minute hatte Bigalke einen Freistoß auf den langen Pfosten befördert, wo Orestis Kiomourtzoglou unbedrängt zum 1:0 einköpfte (3.). Nach einer Flanke von rechts drückte dann Bigalke den Ball zum 2:0 über die Linie (10.). Nachdem Bigalke nach einer Gäste-Chance (21.) und einem Hain-Schuss (22.) kurz darauf zunächst selbst verpasst hatte (28.), machte der 26-Jährige es wenig später besser und traf per Alleingang zum 3:0 (33.).

In der zweiten Hälfte nahm die Partie ihren gewohnten Lauf: Haching spielte weiterhin überlegen und erzielte nach einer Hain-Vorarbeit das 4:0 durch Jim-Patrick Müller (53.). Nachdem weitere Chancen durch Luca Marseiler (56.), Max Dombrowka (70.), Maximilian Nicu (75.) ungenutzt blieben, reichte es für die im zweiten Durchgang etwas druckvoller spielenden Gäste doch noch zu einem Ehrentreffer. Unter gütiger Mithilfe von Hachings Torwart Stefan Marinovic, sprang ein 25-Meter-Aufsetzer von Ingolstadts Nico Rinderknecht unter Marinovic hinweg ins Hachinger Tor zum 1:4 (86.). Den Schlusspunkt aber setzte dann doch die SpVgg durch Hain, der per Flachschuss nach einer Bigalke-Flanke zum 5:1 traf (88.).

Nach dem Heimsieg zeigte sich der selbsternannte Titelaspirant im Hinblick auf das Meisterschaftsrennen erstmals überraschend selbstbewusst. Die sechs noch anstehenden Spiele in diesem Jahr sollen bereits die Grundlage für den Titel schaffen. „Wir haben jetzt ein super Polster. So lange wir spielen wie bisher, wird es schwer, an uns ranzukommen. Wir möchten bis zur Winterpause so viele Punkte wie möglich zu holen, um uns dann schon langsam auf die Relegation vorbereiten zu können“, sagte Bigalke.

Der 14-Punkte-Vorsprung auf den ersten Verfolger vom TSV 1860 München II (der allerdings noch ein Nachholspiel bestreitet) bleibt weiterhin sehr groß. Ein plötzlicher Einbruch der Rot-Blauen scheint aktuell undenkbar. SpVgg-Trainer Claus Schromm sieht einen großen Willen bei den täglichen Trainingseinheiten. „Wenn wir so weitertrainieren, brauchen wir keine Angst haben, dass Nachlässigkeiten entstehen.“

Dass es keine Motivationsprobleme gibt, zeigten die zwei jüngsten Hachinger Kantersiege. Kimourtzoglou kann eine hohe Motivation unabhängig von der komfortablen Tabellenkonstellation nur bestätigen: „Wir pushen und motivieren uns im Training selbst.“

Text: Robert M. Frank

Quelle: fussball-vorort.de

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