BCF als Sprungbrett in den Profibereich?

Stier offiziell vorgestellt: "Möchte auf mich aufmerksam machen"

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Neue und bekannte Gesichter beim BCF: (v.li.) die Neuzugänge Michael Ott und Lars Nummer, der neue Trainer Marco Stier, Abteilungsleiter Dr. Manfred Fleischer, 2. Abteilungsleiter Helmut Forster sowie Co- und Torwarttrainer Günter Wernthaler.

BCF Wolfratshausen – Sie wollten, nein, sie mussten sich neu aufstellen. Beim Fußball-Bayernligisten BCF Wolfratshausen begann spätestens am Donnerstagabend eine neue Zeitrechnung. Wurde doch mit Marco Stier der neue Cheftrainer der Öffentlichkeit vorgestellt.

Zudem präsentierte die Abteilungsleitung drei Verstärkungen für den Kader. „Wir sind jetzt wieder komplett und froh darüber“; gab Abteilungsleiter Dr. Manfred Fleischer zu Protokoll. Zudem wurde die Rückkehr von Günter Wernthaler in seiner früheren Funktion als Co- und Torwarttrainer, aber auch bis auf Weiteres als zweiter Keeper bestätigt.

Der Fokus freilich lag auf Ex-Profi Stier. „Ein junger, dynamischer Trainer, dem nunmehr noch 25 Spiele verbleiben, um unser Saisonziel Klassenerhalt zu realisieren.“ Fleischer sprach leise und mit bedächtiger Stimme. Die letzten Wochen sind nicht spurlos am 61-Jährigen vorübergegangen. Helmut Forster, Fleischer Adlatus in der Sparte, verlor gleich gar kein Wort, wohnte der Vorstellung stoisch bei. Stier war umso auskunftsfreudiger, versicherte, dass er sich in Aying, wo er mehrere Jahre trainierte und den Verein in die Bezirksliga führte, „sehr wohlgefühlt“ habe. Doch sehen sein Pläne vor, in Zukunft im Profibereich arbeiten zu können, wo er bereits als Aktiver 14 Jahre lang wirkte. Als Coach eines Bayernligisten kommt der 32-Jährige seinem Ziel einen erheblichen Schritt näher. Er finde es toll, diese Chance in Farchet zu erhalten, „möchte auf mich aufmerksam machen, aber natürlich auch den Verein nach vorne bringen“. Die B-Lizenz hat Stier bereits in der Tasche. „Der Rest folgt“, lässt er keinen Zweifel an seinem Ehrgeiz.

Seine Mannschaft hat er bereits intensiv in Augenschein genommen und war von Wernthaler informiert worden. Stiers erste Einschätzung: „Die Mannschaft lebt auf jeden Fall, sie trainiert und marschiert sehr gut.“ Über die Unruhen im Klub, die ihm letztlich den Job erst ermöglichten, möchte sich der 32-Jährige wohlweislich „kein Urteil“ bilden. Dafür kann er auf drei neue Kräfte bauen. Lars Nummer (22) brachte der Coach direkt aus Aying mit. Dort hat der Innenverteidiger 16 Spiele bestritten, und seinem Trainer zufolge „15 davon bärenstark“: Nummer wurde in Unterhaching ausgebildet, weswegen Stier ihm die Bayernliga zutraut. Markus Gröschl kommt vom SV Pullach nach Farchet. Er stammt aus Wolfratshausen und spielte in der Jugend bei den Münchner Löwen. Vom VfB Halbergmoos kommt Michael Ott. Doch der 23-jährige Mittelfeldspieler war lange Jahre fester Bestandteil des FC Ismaning. Sämtliche Neuzugänge sind sofort spielberechtigt.

Text: Oliver Rabuser

Quelle: fussball-vorort.de

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