BCF verliert gegen Heimstetten

Stier: "Wir müssen noch viel lernen"

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Dreimal hatte BCF-Torhüter und -Kapitän Kevin Pradl (2. v. re.) gegen Heimstetten das Nachsehen, während seine Vorderleute eine Reihe guter Gelegenheiten ungenutzt ließen.

BCF Wolfratshausen - Die Effizienz macht den Unterschied. Der BCF Wolfratshausen musste sich dem SV Heimstetten mit 0:3 geschlagen geben, weil beim eigenen Torabschluss jegliche Kaltschnäuzigkeit fehlt.

Auch im zweiten Anlauf hat es der Ballclub nicht geschafft, den Anschluss ans Tabellenmittelfeld herzustellen. Das Bemühen steht außer Frage, die Mannschaft versucht, die Talsohle mit Feuereifer zu überwinden. Ungenügend dagegen ist und bleibt der Abschluss. Am Samstag hätten sowohl Farcheter Tore fallen müssen, als unter Umständen auch ein anderes Ergebnis herausspringen können. Aber Fahrlässigkeit wird von Gegnern des Heimstettener Kalibers eben bitter bestraft.

Gleich zu Beginn setzte Jona Lehr einen Schuss jenseits der Strafraumgrenze knapp am Pfosten vorbei. Die Hochkaräter sollten noch folgen. Die Gäste kamen immer dann gefährlich vors Farcheter Gehäuse, wenn der Ball fern davon leichtfertig abgegeben wurde. Lars Nummer vertändelte die Kugel nach einer BCF-Ecke, flugs lief der Konter, dessen erfolgreichen Abschluss Maxi Moll im letzten Moment vereitelte. Zweifellos stark vorgetragen war der Führungstreffer der Gäste. Daniel Steimel steckte auf Sebastian Nappo durch, der präzise in die lange Torecke zielte – 0:1. Auch hier hatten die Heimstettener schlicht zu viel Spielraum.

Dann wurde es ärgerlich aus Wolfratshauser Sicht. Chris Korkor tauchte alleine vor SVH-Keeper Maxi Riedmüller auf, legte sich den Ball aber den entscheidenden Tick zu weit vor, so dass der Tormann parieren konnte. Schlimmer noch: Emin Kaya ballerte den daraus resultierenden Abpraller überhastete über den leeren Kasten.

Und so ging es nach dem Seitenwechsel weiter. Lehr zielte neuerlich nicht gut genug, und Korkors verunglückte Flanke klatschte auf die Latte. „Wir waren 70 Minuten lang die bessere Mannschaft, müssen aber noch viel lernen“, urteilte Trainer Marco Stier. Besten Anschauungsunterricht boten die Gäste ohnehin. Wenngleich der SVH zunächst Glück hatte, dass Maxi Hintermaier nach einer üblen Grätsche von hinten in die Beine von Nummer weiterspielen durfte. Nummer sei bis zu jeder Aktion „der beste Spieler auf dem Platz“ gewesen, betonte Stier. „Danach musste er mit Schmerzen weiterspielen.“ Definitiv ein Manko, wenn einer der Innenverteidiger angeschlagen ist. Für ein torhungriges Krokodil wie Orhan Akkurt dagegen ein gefundenes Fressen. Während der Woche kränklich und deswegen lange Zeit unauffällig, entschied der Torjäger diese Bayernliga-Partie dann eigenmächtig innerhalb von sechs Minuten. Ihn frei zum Schuss kommen zu lassen, ist ein „No-Go“. Aus der Drehung markierte Akkurt das 0:2, und nicht minder fachgerecht schloss der Heimstettener einen Konter per Lupfer über Kevin Pradl zum 0:3-Endstand ab.

Text: Oliver Rabuser

Quelle: fussball-vorort.de

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