Toto-Pokal

SVH-Mittelfeldmann mit Drang zum Abschluss: Manuel Duhnkes Torriecher kehrt zurück

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Treffsicher: Manuel Duhnke ist in dieser Saison am Ball wieder gefährlich.

SV Heimstetten – Manuel Duhnke ist vielen Fußballfans in der Region ein Begriff, vor allem wegen eines Tores: Im Jahr 2008 gelang ihm für den TSV 1860 München im 203. Stadtderby ein Flugkopfball zum 1:1-Endstand – gegen Oliver Kahn, der damals den Kasten des FC Bayern hütete.

Duhnke hat insgesamt eine beachtliche Torbilanz für einen Mittelfeldmann. Für das Regionalligateam der Löwen erzielte er von 2005 bis 2008 13 Treffer in 56 Partien; genauso oft netzte er später in 67 Spielen für die Würzburger Kickers ein. Und auch im Dress der Bundeswehr-Nationalelf, mit der er als Wehrdienstleistender 2008 bei den Militärweltspielen in Indien teilnahm, traf Duhnke in sechs Länderspielen zweimal ins Schwarze.

Allein nach seinem Wechsel zum SV Heimstetten Anfang 2015 wollte es mit dem Toreschießen nicht mehr so recht klappen. In 39 Spielen für den SVH erzielte der 28-Jährige nur drei Treffer. Zwar ist Duhnke zweifelsfrei ein Filigrantechniker; am Ball macht ihm in der Bayernliga so schnell niemand was vor. Aber mitunter schien er vergessen zu haben, wo das Tor steht – bis zu dieser Saison.

Denn in den ersten drei Wochen hat Duhnke nun schon genau so viele Ligatreffer markiert wie in der kompletten vorigen Spielzeit – nämlich zwei. In Unterföhring sorgte er für den 4:0-Endstand, beim 2:2 gegen Pullach gelang ihm das wichtige zweite SVH-Tor. Und auch im Pokal, der für die Heimstettner heute in Traunstein weitergeht (siehe Kasten), hat Duhnke in der ersten Qualifikationsrunde beim 4:1 in Geretsried eingenetzt. „Vielleicht klappt’s wieder mit dem Toreschießen, weil ich im Moment so wenig trainiere“, scherzt der 28-Jährige, der nach seinem BWL-Studium seit Anfang Juli als Trainee bei einem Versicherer arbeitet. „Da bin ich öfters unterwegs und kann unter der Woche nicht trainieren.“

Keine Frage: Der Beruf geht inzwischen vor bei dem Würzburger, der jahrelang an der Schwelle zum Profi-Fußball stand – erst bei den Löwen, dann in der Reserve des FC Bayern. Dort kickte auch sein Bruder Marius Duhnke, der inzwischen bei Wacker Burghausen spielt. Dem heute 23-Jährigen ist ebenfalls ein denkwürdiges Tor gelungen – genau genommen waren es sogar sechs. So oft hat Marius Duhnke 2010 in der ersten Halbzeit des U17-Derbys der Bayern gegen die Löwen getroffen. Beim 8:0-Sieg gelang ihm somit ein äußerst seltener doppelter Hattrick.

Totopokal: Rotieren ohne zu verlieren

Zehn Neuzugänge hat der SV Heimstetten in der Sommerpause und in den ersten Wochen dieser Saison geholt. Doch beim 2:2 gegen den SV Pullach stand kein einziger von ihnen in der Startelf. Stattdessen setzte Trainer Heiko Baumgärtner auf bewährte Kräfte. Teils, weil die Neuen verletzt oder nicht fit sind, teils, weil viele von unterklassigen Clubs kommen und sich erst noch an das Tempo der Bayernliga gewöhnen müssen.

Eine Chance, sich zu zeigen, dürfte der eine oder andere am heutigen Mittwoch bekommen, wenn der SVH in der ersten Runde des Totopokals beim Landesligisten SB Chiemgau Traunstein antritt (18.15 Uhr). Denn schon nach dem Pullach-Spiel hat Baumgärtner angekündigt: „Wir werden am Mittwoch rotieren. Ich will denjenigen auch mal eine Chance geben, die im Training immer voll mitziehen, aber bislang nicht so zum Zug gekommen sind.“ Wobei der Coach sofort ergänzt: „Wir nehmen dieses Spiel ernst und wollen eine Runde weiterkommen.“

Nicht zur Verfügung steht heute Abend Dominik Schmitt; den Kapitän zwingt eine Knieverletzung weiterhin zum Aussetzen. Zurück aus dem Urlaub ist dagegen Valentin De La Motte, dessen Einsatz laut Baumgärtner sehr wahrscheinlich ist.

Text: Patrik Stäbler

Quelle: fussball-vorort.de

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