Weiße Weste soll bewahrt werden

Tabellenführer Haching will "hinten sicherer stehen"

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Hachinger Jubel beim 3:1 Sieg in Memmingen: (v.l.) Ulrich Taffertshofer, Stephan Hain, Dominik Stahl, Sascha Bigalke und Thomas Steinherr. Die SpVgg hofft heute im Heimspiel gegen Greuther Fürth II auf einen ähnlich erfolgreichen Abend im Sportpark.

SpVgg Unterhaching - Auch im heutigen Regionalligaspiel (19 Uhr) gegen die SpVgg Greuther Fürth II dürfte die SpVgg Unterhaching wieder von ihrem breiten Kader profitieren.

Für das Spiel gegen die zweite Mannschaft des Zweitligisten stehen den Hachingern einige Akteure nicht zur Verfügung. Neben den Langzeitverletzten Dominic Reisner (Hüft-OP), Marco Rosenzweig (Knieverletzung) und Matthias Fichtner (Kreuzbandriss) wird diesmal wohl auch Jim-Patrick Müller, der beim jüngsten 3:1-Auswärtssieg in Memmingen wegen einer Muskelverletzung früh ausgewechselt werden musste, wahrscheinlich ausfallen.

Die Hachinger dürften allerdings auch den Ausfall des Offensiv-Neuzugangs kompensieren. Mit Markus Einsiedler und Vitalij Lux hatten die Hachinger zuletzt zwei Angreifer auf der Bank, die zu den besten Stürmern der Liga gehören. Lux war in Memmingen nicht einmal zum Einsatz gekommen.

Neuer Offensivstil des Tabellenführers

Vom hochwertigen Hachinger Sturm hatte zuletzt Ulrich Taffertshofer profitiert. Der defensive Mittelfeldspieler erzielte in Memmingen gleich zwei Tore. Während sich der Gegner auf den Sturm-Neuzugang Stephan Hain fokussierte, nutzte der Hachinger Dauerbrenner seine Freiräume in der Offensive. „Ich habe in Spielen jetzt öfter mal den Weg nach vorne gemacht. Wir haben ja jetzt auch genügend Spieler, die einem die Bälle gut auflegen können“, beschreibt Doppeltorschütze Taffertshofer das neue Offensivspiel.

Schromm setzt aufs Kollektiv

Taffertshofer hat mit seinen drei Treffern jetzt schon ein Tor mehr erzielt als in der kompletten Vorsaison – der 24-Jährige ist gut drauf. Vor dem Tor zumindest noch stärker als in der Saison 2015/16, als er auch einige Chancen mal hat liegen lassen. „Vielleicht habe ich mir die Tore für dieses Jahr aufgehoben“, scherzt Taffertshofer.

Die offensive Spielweise des Tabellenführers soll sich laut SpVgg-Trainer Claus Schromm aber nicht grundlegend verändern. Auch mit ehemaligen Bundesligaspielern wie Hain setzt Schromm weiterhin auf das Kollektiv. „Bei uns waren die Tore immer auf relativ viele Spieler verteilt. Jeder hat die Qualität bei uns, Tore zu schießen“, stellt Schromm klar.

In den nächsten Spielen dürften die Hachinger, wie in Memmingen in der ersten halben Stunde geschehen, öfter einmal auf stark motivierte Mannschaften treffen. Der Tabellenführer möchte deshalb nach dem erfolgreichen Saisonstart mit drei Siegen aus den ersten drei Partien nicht locker lassen.

Taffertshofer sieht sogar noch Optimierungsbedarf. „Es gibt noch viel zu verbessern. Wir haben zum Beispiel noch nicht zu null gespielt. Wir müssen es schaffen, hinten sicherer zu stehen, sodass nichts anbrennt“, fordert Taffertshofer.

Die Fürther sind laut Schromm nicht zu unterschätzen. „Wir erwarten eine gut ausgebildete NLZ-Mannschaft, die taktisch und fußballerisch auf einem sehr hohen Niveau agiert. Wir wollen unsere weiße Weste jedoch wahren und die Punkte im Alpenbauer Sportpark behalten“, sagt der Fußballlehrer über den Tabellensiebten.

Die „Kleeblättler“ haben bisher vier Punkte aus drei Spielen geholt. Nach einem 3:0 zum Saisonauftakt gegen den SV Seligenporten folgte für den Vorjahresneunten ein 0:1 beim SV Wacker Burghausen. Am vergangenen Spieltag trennten sich die Mittelfranken mit 1:1 vom TSV Buchbach.

SpVgg: Marinovic - Bauer, Welzmüller, Winkler, Dombrowka - Bigalke, Taffertshofer, Stahl, Steinherr - Einsiedler, Hain

Text: Robert M. Frank

Quelle: fussball-vorort.de

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