Haching muss mit Nullnummer leben

Taffertshofer: "Die Stimmung ist nicht getrübt"

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Einen harten Fight lieferten sich Hachings Kapitän Uli Taffertshofer und seine Giesinger Kontrahenten.

SpVgg Unterhaching - Auch im letzten Rückrundenspiel bleibt die SpVgg im Nachbarschaftsduell gegen den TSV 1860 München II ungeschlagen. Allerdings mussten die Hachinger mit einer Nullnummer leben.

Hachings Kapitän Ulrich Taffertshofer steckte bei der Bewertung des 0:0 im Heimspiel gegen die Amateure der Münchner Löwen im Zwiespalt: War man bei der SpVgg glücklich darüber, dass man die Hinrunde ohne eine einzige Niederlage abgeschlossen hatte? Oder dann doch eher unglücklich, dass die Rot-Blauen im neunten Heimspiel erstmals nicht als Sieger vom Platz gegangen waren? „Eine getrübte Stimmung gab es nicht. Auch, wenn wir die Heimserie gerne ausgebaut hätten“, resümierte Taffertshofer. „Aber wir sind in der Hinrunde ungeschlagen geblieben, was bisher noch keine Mannschaft in der Regionalliga Bayern geschafft hat.“ Hachings Top-Torjäger Stephan Hain formulierte es positiv: „Wenn man 17 Spiele ungeschlagen ist, kann sich das schon sehen lassen.“

Die Münchner Löwen jedenfalls schrieben es sich nach der Partie im Unterhachinger Sportpark vor 3600 Zuschauern auf die Fahne, der SpVgg einen Punkt erfolgreich abgetrotzt zu haben. „Ich bin sehr glücklich mit der Leistung der Mannschaft“, sagte 1860-Trainer Daniel Bierofka. Hachings Trainer Claus Schromm zollte der starken Leistung der Münchner Respekt: „Das war der stärkste Gegner nicht nur im Sportpark, sondern auch in der ganzen Vorrunde. Ich bin richtig zufrieden. Wir freuen uns, dass die Hinrunde so beendet worden ist.“

In der ersten Hälfte hatte es noch danach ausgesehen, als ob die Hachinger im letzten Spiel der Hinrunde erstmals als Verlierer vom Platz gehen könnten. Das Spiel war ausgeglichen, mehr Chancen verbuchten allerdings die Gäste. Felix Bachschmid (3.), Lucas Genkinger (15.) und György Hursan (25.) vergaben für den TSV. Auf der Gegenseite vergab Hachings Thomas Steinherr gegen TSV-Torwart Stefan Ortega (6.).

Im zweiten Durchgang übernahmen die Hachinger mehr die Initiative. So richtig zu einem gefährlichen Abschluss kam die SpVgg allerdings nicht. „Der letzte Pass ist nicht gekommen. Und beim Abschluss war immer irgendein Bein dazwischen“, sagte Hain zum ernüchternden Torabschluss. Stahl zielte drüber (56.) und ein Schuss von Jim-Patrick Müller wurde im letzten Moment noch geblockt (72.).Auch, nachdem sich die Gäste durch eine Gelb-Rote Karte wegen einer Schwalbe von Felix Bachschmid dezimiert hatten (72.), wurden die Abschlüsse gegen die nun in der Schlussviertelstunde in Unterzahl mit eiserner Kraft verteidigenden Gäste nicht besser. Stahl scheiterte an Ortega (75.), Alexander Winkler schoss einen Freistoß über das Tor (82.), Müller traf nur auf das Tornetz (84.) und der agile Max Dombrowka fand in Ortega seinen Meister (86.). Schüsse von Stahl (87.) und Luca Marseiler (90.) blieben ebenfalls im gegnerischen Strafraum an eigenen oder fremden Spielern hängen.

Das Fazit Hains fiel anhand der starken Leistung seines Ex-Vereines nicht unzufrieden aus: „Aus meiner Sicht ein gerechtes Unentschieden. 1860 hat es gut und uns das Leben schwer gemacht.“

Text: Robert M. Frank

 

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Quelle: fussball-vorort.de

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