Wieder eine Überraschung in Rosenheim

Tobi Strobl: Der nächste Schritt auf dem Weg zum Profi-Trainer

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Dirigiert ab Januar 1860 Rosenheim: Tobias Strobl.

Rosenheim - Überraschend wäre, 1860 Rosenheim würde mal nicht für eine Überraschung sorgen. Kurz nach dem überraschenden Rücktritt von Aufstiegstrainer Klaus Seidel kommt Trainer-Talent Tobi Strobl.

Nach dem Abstieg aus der Regionalliga vor zweieinhalb Jahren schien man finanziell am Ende, drohte in die Landesliga durchgereicht zu werden, mit einer starken Rückrunde aber hielt man die Klasse und schafft letzten Sommer über die Relegation tatsächlich die Rückkehr ins bayerische Oberhaus. Wo man nun auch wieder überrascht: Mit guten Ergebnissen.Und einem völlig unerwarteten Trainerwechsel.

Überraschend war der Rücktritt von Aufstiegstrainer Klaus Seidel, noch unerwarteter aber sein Nachfolger: Tobi Strobl kommt. Der hat einen seiner bittersten Momente in Rosenheim erlebt, als er mit dem FC Pipinsried nach sensationeller Saison in der Relegation gegen 1860 am Regionalliga-Aufstieg gescheitert war. Nun ist er doch oben angekommen. Ausgerechnet hier.

Strobl: „Rosenheim hat viel Potenzial, eine reizvolle Aufgabe"

„Rosenheim hat viel Potenzial, eine reizvolle Aufgabe“, sagt der gebürtige Ingolstädter, der mit 29 ein zwar noch sehr junger, aber schon erfahrener Trainer ist. Nach seinem Abschied aus Pipinsried hat er Schwabmünchen die Bayernliga gerettet, nun war er mit Manching auf dem Weg zurück in die Landesliga. Sein Traum ist, „einmal in der zweiten Liga zu trainieren“, hat er immer gesagt. Diesem Ziel ist er nun wieder ein Stück nähergekommen.

In Rosenheim kann er den nächsten Schritt tun. Der Klassenerhalt wäre ein riesiger Erfolg, Seidel übergibt ihm die Mannschaft völlig intakt, gerade hat sie mit der U21 der Münchner Löwen ein Spitzenteam deutlich mit 2:0 besiegt. Strobl aber ist ein ganz anderer Trainertyp, sieht sich als „Verfechter des Offensivfußballs“, Seidel hat auf eine starke Defensive gesetzt. 31 Gegentore in 20 Spielen, nur sieben Regionalligisten haben weniger kassiert. Allerdings stellt allein Schlusslicht Bayern Hof einen sparsameren Angriff. Es wird interessant werden, inwieweit Strobl das erfolgreiche System ändern wird. Aber Überraschungen ist man ja gewohnt in Rosenheim.

Info: Dieser Artikel erschien auf der Amateurfußballseite. Sie erscheint jeden Mittwoch im Münchner Merkur. Redakteur ist Reinhard Hübner, erreichbar unter komsport@t-online.de

Quelle: fussball-vorort.de

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