SVP-Kinpser trifft auf Vorgänger

Torjäger-Duell: Ngu’Ewodo will Akkurt auf Distanz halten

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Unglaublich torgefährlich: Chaka Ngu’Ewodo hat bisher in jedem Spiel getroffen und in dieser Saison schon acht Tore für den SV Pullach erzielt.

SV Pullach - Die harten Prüfungen folgen Schlag auf Schlag: Am Samstag (14 Uhr) muss Bayernliga-Spitzenreiter SV Pullach beim offenbar wiedererstarkten SV Heimstetten antreten.

Zum Ausklang der zweiten englischen Woche dieser noch jungen Saison (die dritte folgt mit dem Pokalspiel in Rain am kommenden Mittwoch auf dem Fuß) nimmt SVP-Coach Frank Schmöller sein Team trotz der durchwachsenen Leistung beim 4:3-Heimsieg über den hoch eingeschätzten 1. FC Sonthofen zunächst einmal in Schutz. „Das war sicher kein Klassespiel. Es hat von der Spannung und Dynamik gelebt. Die Fehlerquote war für zwei so starke Mannschaften enorm hoch“, räumte der 49-Jährige ein. „Dass in einem Spiel zwischen uns und Sonthofen sieben Tore fallen würden, hätte ich mir im Traum nie vorstellen können. Für die Zuschauer war das aber wahrscheinlich sehr unterhaltsam.“ Für den Trainer weniger. Schmöller schimpfte an der Seitenlinie phasenweise, was das Zeug hielt, ließ danach aber aus gutem Grund Milde walten: „Es war das dritte Spiel hintereinander unter schwierigen Bedingungen, es war heiß und drückend. Und wir haben es zum dritten Mal erfolgreich abgeschlossen. Die Jungs haben sich durchgebissen und alles rausgehauen.“ Weil sie dank dieser Willensleistung die Tabellenführung mit stolzen 13 Zählern aus fünf Partien behauptete, konnte die Mannschaft den Trainer besänftigen: „Ein Haar in der Suppe findest du immer, aber es könnte auch eine ganze Perücke drin schwimmen: Ich bin zufrieden, weil wir die drei Punkte haben und das zählt. Und Sonthofen ist ja keine Laufkundschaft.“

Auf der anderen Seite ist Schmöller vollkommen klar, dass in Heimstetten der teils etwas zu freundliche Pullacher Begleitservice für die Stürmer des Gegners seine Arbeitsweise umstellen sollte: „Wir müssen die Aggressivität steigern, sind zu viel Spalier gelaufen, haben außerdem individuelle Fehler in der Viererkette gemacht. Mit dieser Abwehrleistung brauchst du gegen einen Top-Torjäger wie Orhan Akkurt nicht auftreten. Und da sind ja noch ein paar andere gute Offensivleute bei Heimstetten.“ Zudem scheint bei den Gastgebern nach schwachem Start mit drei Punkten aus vier Spielen der Knoten nun geplatzt zu sein, übrigens auch beim Goalgetter persönlich: 4:0 gewann der SVH am Mittwoch beim FC Unterföhring, der ja auch nicht gerade zur Laufkundschaft zählt. Akkurt markierte dabei seine Saisontreffer zwei und drei. „Die Heimstettener haben neues Selbstbewusstsein und wissen: Mit einem Sieg sind sie wieder oben dran“, sagt Schmöller. Doch über das größere Selbstvertrauen sollte sein Team verfügen, und auch über den aktuell gefährlicheren Angriffsführer: Der achtfache Torschütze Chaka Ngu’Ewodo traf bisher in jedem Spiel und würde Akkurt sicher ebenso gern auf Distanz halten wie das gesamte Team den Rivalen aus dem nördlichen Landkreis.

SV Pullach: Hofmann – Purschke, Leugner, Benede, Beierkuhnlein, Hutterer, Häfele, Roth, Sulmer, Penic, Ngu’Ewodo

Text: Umberto Savignano

Quelle: fussball-vorort.de

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