Der erste Teil des großen Interviews mit Fussball Vorort

Sternberg: Torwarttrainer im Iran - Fernziel Premier League

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Niko Sternberg, im Polo des SV Pullach.

Rah Ahan Yazdan FC - Niko Sternberg war Torwarttrainer beim SV Pullach. Nun ist er in Asien im Profifußball tätig. Im ersten Teil des großen Interviews mit Fussball Vorort erzählt er, wie es sportlich im Iran läuft.

Die Saison ist vorbei und für seinen Verein Rah Ahan Yazdan FC ist es nicht gut gelaufen. Niko Sternberg, 26 Jahre alt und in München geboren, macht gerade Urlaub und hat auch in Deutschland vorbeigeschaut. Im ersten Teil des Interviews erzählt er, wie es sportlich im Iran läuft. Im zweiten Teil beschreibt er seinen Alltag und wie er in Asien klar kommt. 

Du warst gerade in Abu Dhabi im Urlaub. Wie ist es dort?

Ich komme schon seit 2006 hierher, sogar mehrmals im Jahr. Mir gefällt es in den Vereinigten Arabische Emiraten super. Es ist wie mein zweites Zuhause. Es gibt dort sehr viele schöne Sache zu sehen. Ob in Al Ain ist oder anderen Städte. Wenn man bedenkt, dass hier vor ein paar Jahren nur Wüste war, ist es schon erstaunlich, was in den letzten Jahren erbaut worden ist.

Du bist Torwarttrainer im Iran. Beschreibe doch bitte mal deinen Weg, der dich dort hingeführt hat?

In den Iran bin ich durch einen sehr guten Freund von mir,  Babak Afshar einen Deutsch-Perser der im Raum Holzkirchen gewohnt hat, gekommen. Er ist dort als CEO tätig. Ich war Anfang Februar für circa zehn Tage in Teheran, um mir ein Bild von der Stadt un der Infrastruktur zu machen. Es hat mir sehr gefallen. Dazu kamen noch die Ziele, die der Verein im nächsten Jahr verfolgt. Ich musste nicht lange überlegen und habe darauf hin zugesagt.

Du trainierst beim Verein Rah Ahan Yazdan FC. Ihr seid Vorletzer geworden. Wie war die Saison?

Dazu kann ich nicht wirklich viel sagen, da ich erst Mitte April gekommen bin. Wir haben gehofft, dass wir noch irgendwie die Kurve kriegen. Am Ende hat es nicht ganz gereicht. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir nächstes Jahr aufsteigen werden.

Mit welcher Liga in Deutschland ist die iranische erste Liga vom Niveau her zu vergleichen?

Vom Tempo her obere 2. Liga, von der Technik Bundesliga und taktisch sind die Iraner nicht besonders gut. Da würde ich Regionalliga sagen. Es ist schwer einzuschätzen, da der Iranische Fussball im AFC Ranking hinter Saudi-Arabien auf Platz zwei steht. Das AFC (Asian Football Confederation) Ranking ist wie die 5-Jahreswertung in Europa, nur das es in Asien zwei Regionen gibt. Einmal die Westregion, in der Saudi-Arabien vor Iran die Tabelle anführt. Bei der Ostregion führt Südkorea vor Japan die Tabelle an. 

Du bist als Torwarttrainer für drei Keeper verantwortlich: Zwei Iraner und einen Slowenen. Wie verständigt ihr euch?

Wir verständigen uns hauptsächlich auf Englisch.  Mit Igor Nenezic (der Slowene, Anm. d. Red.) kann ich auch auf kroatisch kommunizieren. In der zweiten iranischen Liga, der Azadegan League, dürfen nur noch einheimische Spieler und keine Ausländer mehr spielen. 

Wirst du weiter bei Rah Ahan Yazdan FC bleiben?

Ja werde ich. Mein Vertrag läuft noch bis Ende Mai 2019. Was nach 2019 passiert, weiß ich noch nicht.

Wo willst du in Zukunft arbeiten? 

In Zukunft würde sehr gerne in England arbeiten. Am liebsten in der Premiere League. Das ist ein Traum von mir. Ob es klappt, wird man sehen.

Vielleicht auch wieder in Deutschland?

Natürlich würde ich auch gerne in Deutschland oder in anderen europäischen Ländern arbeiten. Wenn ein Angebot kommt, warum nicht? Aber momentan bin ich hier glücklich und zufrieden.

Besteht noch Kontakt zu alten Kollegen wie Michi Hofmann?

Ja, zu Michi Hofmann habe ich noch viel Kontakt. Wir schreiben uns über Whatsapp regelmäßig oder wir telefonieren auch mal. Zu den anderen Jungs habe ich auch noch Kontakt. Theo Liedl, Frank Schmöller, Carsten Altstadt und Tim Sulmer. Ich vor kurzen wieder in München beim letzten Heimspiel gegen den SV Heimstetten (21.Mai, Anm. d. Red.). Frank Schmöller hat mich gefragt, ob ich mich auf die Bank setzen kann, da Michi Hofmann zeitlich verhindert war. Das habe ich gerne gemacht. Es war ein schönes Gefühl, die Jungs wieder zu sehen. 

Der zweite Teil erscheint morgen. 

Das Interview führte Andreas Knobloch

Quelle: fussball-vorort.de

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