"Müssen auch mal mit einem Unentschieden leben"

Überflieger Pipinsried legt eine Zwischenlandung ein

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Erzielte kurz nach der Pause per Kopf das 1:1 für Pipinsried: Denny Herzig.

FC Pipinsried - Die SpVgg Hankofen-Hailing hat die Siegesserie des FC Pipinsried zwar gestoppt, doch zu einem Dreier gegen das Überfliegerteam aus dem Dachauer Hinterland hat es für den Gastgeber nicht gereicht

Siegesserie gerissen, aber sieben Spiele in Folge ohne Niederlage sind in der Fußball-Bayernliga auch keine Alltäglichkeit. Mit dem 1:1 in Hankofen kann der FC Pipinsried sicherlich leben, auch wenn der Abstand zum Ligaprimus SV Pullach auf nunmehr acht Punkte angewachsen ist.

FC-Trainer Fabian Hürzeler hatte seine Startformation im Vergleich zum Match gegen Regensburg nur auf einer Position verändert; Philip Grahammer kam für Sebastian Mitterhuber ins Team. Die Signalwirkung der Maßnahme war klar: Die defensive Zweikampfhärte sollte gestärkt werden.

„Es war zu erwarten, dass Hankofen mit viel Biss in die Partie gehen wird. Deshalb haben wir Philip von Anfang an gebracht, da er in den Zweikämpfen richtig gut dagegen halten kann“, erklärt Hürzeler den Schachzug.

Die Pipinsrieder waren zur Umstellung gezwungen, da Angreifer derzeit Mangelware im Ilmtal sind; alle drei Stoßstürmer des FCP sind im Moment verletzt, bei Serge Yohoua sieht es wegen eines Knorpelschadens sogar ganz schlecht aus.

So war es nicht verwunderlich, dass der Laden erstmal hinten mehr oder weniger dicht gemacht werden sollte, die Blau-Gelben versuchten es, wie angekündigt, mit einer falschen Neun.

FC-Coach Fabian Hürzeler war allerdings nicht zufrieden mit der Umsetzung der Taktik auf dem Spielfeld. „Wir haben es nicht geschafft, über 90 Minuten durchgehend gut Fußball zu spielen“, haderte der Übungsleiter mit seiner Mannschaft. „Wir haben stark angefangen und in den ersten 20 Minuten gut gespielt. Dann aber hatten wir einige Aussetzer bis zur Halbzeit. Vor allem bei Standardsituationen, und das ärgert mich“, so der Coach nach dem Match.

Aber auch für den zweiten Spielabschnitt fand der junge Trainer nicht gerade lobende Worte. „Wir haben mal wieder etliche Chancen verballert. Da müssen wir einfach cleverer werden“, meinte er angesäuert angesichts der teilweise kläglich vergebenen Einschussmöglichkeiten.

Zudem waren die Verantwortlichen des PC Pipinsried nicht einverstanden mit dem Auftreten von Schiedsrichter Adim Basic und dessen Assistenten aus Österreich: „Er hat sicherlich insgesamt nicht schlecht gepfiffen. Aber so ein arrogantes Auftreten muss wirklich nicht sein. Haben wir in Deutschland nicht genügend gute Schiedsrichter?“, fragte sich nicht nur der Pipinsrieder Sportchef Roman Plesche.

Einen flotten Kick ließ der Unparteiische nicht zu. „Immer wieder unterbrach er völlig unnötig die Partie, so kam einfach kein Spielfluss zustande“, bemängelte Hürzeler, der aber hinzufügte, „dass es nicht am Schiedsrichter gelegen hat, dass wir nicht gewonnen haben.“

Im zweiten Spielabschnitt hatte der FC Pipinsried nach Denny Herzigs Blitztor zum 1:1 (46.) einige weitere gute Torchancen, die aber nicht genutzt werden konnten. Unter anderem hätten Joker Sebastian Mitterhuber per Weitschuss oder auch Denny Herzig per Kopf den FCP in Führung bringen können.

In der 90. Minute blieb dann Dennis Liebsch das Erfolgserlebnis verwehrt, er traf nur die Latte des Hankofener Kastens.

„Wir müssen auch mal mit einem Unentschieden leben“, resümierte Roman Plesche, „auch wenn wir das Match eigentlich hätten gewinnen müssen. Leider ist nun der Abstand auf Pullach weiter gewachsen, aber so ist es nun mal.“

Text: Bruno Haelke

SpVgg Hankofen-Hailing - FC Pipinsried 1:1 (1:0) SpVgg Hankofen-Hailing: Mathias Loibl, Lukas Reif, Matthias Lazar, Thomas Rappl, Mateusz Krawiec, Christian Liefke, Christian Schedlbauer (59. Benedikt Krämling), Michael Gröschl, Daniel Hofer (90.+3 Simon Lorenz), Philipp Weber (77. Tobias Lemberger), Nicolas Jaeger

FC Pipinsried: Thomas Reichlmayr, Thomas Berger, Denny Herzig, Arbnor Segashi, Fabian Hürzeler, Gianluca Simari (76. Junis Ibrahim), Philip Grahammer (67. Sebastian Mitterhuber), Ünal Tosun, Dennis Liebsch, Markus Achatz, Thomas Schreiner (46. Ruben Popa)

Schiedsrichter: Asim Basic

Zuschauer: 320

Tore: 1:0 (26.) – Thomas Rappl. 1:1 (46.) – Denny Herzig trifft per Kopf nach einem Eckball.

Quelle: fussball-vorort.de

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