Unterföhring schnappt sich Ex-Profi fürs Tor

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Kiril Akalski hat einmal in der Europa League gespielt.

FC Unterföhring - Die Vorbereitung war gut und auch das erste Punktspiel brachte drei Punkte. Vor dem Gastspiel bei Aufsteiger SV Erlbach (Mittwoch, 18.30 Uhr) herrscht akuter Notstand bei den Torhüter.

Deshalb holte der FCU nun überraschend den bulgarischen Keeper Kiril Akalski, der schon Europa League gespielt hat. Der ehemalige Profi hat einen hoch spannenden Werdegang, weil er auch beim bulgarischen Serienmeister Levski Sofia schon kickte. Der 29-Jährige, der bei Transfermarkt.de mit einem Marktwert von 200?000 Euro eingestuft wird, gewann in seinem Heimatland bereits die Meisterschaft und den Pokal. 2010 stand er in der Europa League gegen OSC Lille beim 2:2 von Levski Sofia einmal international im Tor. „So einer kann kein Blinder sein“, sagt Trainer Andreas Pummer. Der Bulgare stand nach der Insolvenz seines Vereins in Bulgarien auf der Straße und zog zu seiner Schwester nach München. Ein Spielerberater bot ihn dem FC Unterföhring an.

Der FCU reagierte mit dem Transfer auf den schleppenden Genesungsprozess bei Sebastian Fritz. Hier ist noch offen, wann die Ärzte grünes Licht geben. Frühestens in sechs Wochen dürfte die Nummer eins der letzten Jahre wieder in das Mannschaftstraining einsteigen und wenn es schlecht läuft, könnte Fritz erst nach der Winterpause wieder angreifen.

Dem FCU war das Risiko zu groß, den Spielbetrieb der ersten und zweiten Mannschaft mit zwei jungen Torhütern aufrecht zu halten. Neben dem von der Ismaninger A-Jugend gekommenen Max Gillmeier (18) steht noch Sebastian Rauschert (19) aus der eigenen Jugend bereit. Verschärft wurde die Keeperkrise durch den Abgang von Tobias Hinreiner zur SpVgg Altenerding. Auch der ehemalige Nothelfer Andreas Herz (36) steht nicht mehr zur Verfügung für ein Kurzcomeback.

„Ich will und kann es nicht verantworten, mit einem 19-Jährigen durch die Saison zu gehen“, sagt Trainer Andreas Pummer zu der Nachverpflichtung. Gillmeier habe seine Aufgabe im ersten Bayernligaspiel seiner Karriere gut gemacht und müsse noch Geduld haben. „Wir sind sehr froh, dass er beim FC Unterföhring ist“, sagt der Trainer, „und Max kann in ein paar Jahren hier ein großer Spieler werden.“ Allerdings habe der neue Bulgare auch erst den Konkurrenzkampf gegen Gillmeier zu gewinnen, wenn die Spielgenehmigung endgültig da ist.

In Erlbach wird der Youngster wohl noch zum Einsatz kommen. Die Aufgabe bei dem Aufsteiger sieht Pummer durchaus mit Respekt. Erlbach hat viele Zuschauer, nach dem Aufstieg eine enorme Euphorie und im ersten Bayernliga-Heimspiel der Club Geschichte werde sich das Team zerreißen für die drei Punkte. Dazu kommt der Toptransfer mit dem aus Kirchanschöring gekommenen Stürmer Leitmeier. Pummer stellt sein Team darauf ein, dass in diesem tückischen Auswärtsspiel erst einmal Kampf und Einsatz gefordert sind vor dem schönen Fußball.

Aufstellung: Gillmeier – Schlottner, Brandstetter, Eder, Mayer – Yilmaz, Büchel – Arkadas, Jungwirth, Hollering – Faber

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Quelle: fussball-vorort.de

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