Die Hürde Rain

Unterföhring schreckt Auswärtsauftritt beim Absteiger nicht

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Andreas Pummer hat keine Angst vor der Aufgabe in Rain.

FC Unterföhring - Vergangenes Jahr begann der FC Unterföhring erstmals, von der Regionalliga zu träumen. Der TSV Rain gehörte da noch zum erlauchten Kreis in Bayerns höchster Amateurklasse.

Am Samstag (14 Uhr) treffen mit dem Sechsten Rain und dem Vierten Unterföhring zwei Aufstiegsaspiranten der Bayernliga aufeinander.

Nach der Heimenttäuschung ist vor dem Auswärtssieg. Unter dem Motto steht die kuriose Saison des FCU nach wie vor. Trainer Andreas Pummer hat sich schon daran gewöhnt und verweist darauf, dass seine Mannschaft nach dem 1:1 gegen Kirchanschöring wieder etwas gut zu machen habe. Die Hürde Rain schreckt ihn da keineswegs, „weil die Trauben dort auch nicht höher hängen als in Sonthofen oder in Dachau“. Die bisherigen Topspiele in der Fremde waren jeweils eine recht klare Sache für den FCU.

Der sonst eher vorsichtige Pummer blickt nun aber schon etwas wehmütig auf die bisherigen sechs Auftritte an der Bergstraße mit nur einem Dreier. „Mit einer einigermaßen vernünftigen Heimbilanz hätten wir uns jetzt schon ein bisschen von dem Feld abgesetzt“, sagt der Trainer. Nun aber hat sein Team wieder die immer noch recht komfortable Situation, für die Rolle des ersten Pullach-Verfolgers eigentlich gewinnen zu müssen.

Vor dem Gastspiel bei dem Regionalliga-Absteiger deutet wieder alles darauf hin, dass die Torhüter wechseln. Nachdem Patrick Nothhaft (21 Jahre, fünf Spiele) gegen Kirchanschöring bei dem Gegentor nicht gut aussah, dürfte nun wieder Sebastian Fritz (23 Jahre, sieben Spiele) den Vorzug bekommen.

Die jungen Keeper haben beide gehobenes Bayernliga-Niveau, sodass jede Woche Nuancen und das berühmte Pummer-Bauchgefühl entscheiden. Eine unglückliche Aktion im vorausgegangenen Spiel kann da schon zu viel sein. Pummer spielt das Thema aber herunter und gibt sich eher gelangweilt: „Ich habe keinen Bock, mich jede Woche über die Torhüter unterhalten zu müssen.“

Dafür hat er keine Diskussion über die Position des linken Verteidigers, die vor der Saison so etwas wie die Achillesferse des FCU war. Nachdem Leo Mayer noch monatelang verletzt ausfällt, schlug die große Stunde von Pascal Putta, der aktuell nicht mehr aus dem Team wegzudenken ist. „Er spielt die Hinrunde seines Lebens“, sagt Pummer, „wobei die Variante mit ihm als Außenverteidiger schon etwas aus der Not heraus geboren wurde.“ Die Neuzugänge Christos Ketikidis und Markus Kreuzeder schweben unterdessen in Pummers Warteschleife: „Beide sind noch jung und müssen auf ihre Chance warten.“  

Voraussichtliche Aufstellung: Fritz – Schlottner, Brandstetter (Hofmann), Kelmendi, Putta – Büchel, Yilmaz – A. Arkadas, Kubica, T. Arkadas (Hollering) – Faber.

Text: Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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