Würzburg braucht nur noch einen Zähler

Unterhaching fast schon im DFB-Pokal

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Das Ausgleichstors zum 1:1-Endstand gegen den 1. FC Nürnberg II bejubelt Markus Einsiedler.

SpVgg Unterhaching - Ein Punkt gegen den Tabellen-Zweiten sollte für Zufriedenheit sorgen. Bei der SpVgg Unterhaching herrschte nach dem 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg II in einem unterhaltsamen Spiel allerdings die Enttäuschung vor. Nebenbei ist Haching kommende Saison so gut wie sicher im DFB-Pokal.

Mit dem Unentschieden tat man sich schwer im Sportpark. „Schwer einzuordnen“ fand Präsident Manfred Schwabl das 1:1 nach einem „ein bisschen kuriosen Spielverlauf“.

Die Franken bejubelten durch einen Kopfball von Mühl schon in der 12. Minute die Führung, präsentierten sich als hervorragende Regionalliga-Mannschaft und hätten mit einem von Kapitän Josef Welzmüller verschuldeten Foulelfmeter in der 25. Minute das 2:0 nachlegen können. SpVgg-Torhüter Stefan Marinovic hielt aber gegen Baumann.

Nach der Pause waren die Gastgeber dann wesentlich besser im Spiel. Markus Einsiedler köpfte in der 51. Minute den verdienten Ausgleich. Haching hatte weitere gute Chancen, darunter ebenfalls eine vom Elfmeterpunkt. Nach einem Foul an Steinherr jagte Alexander Winkler den Ball aber übers Tor (66.).

„Wenn Nürnberg das 2:0 macht, ist das Spiel wahrscheinlich durch“, mutmaßte Schwabl hinterher, „aber über 90 Minuten hätten wir den Sieg mehr verdient gehabt.“

Auch der enorm quirlige Mittelfeldspieler Thomas Steinherr befand: „Aufgrund der zweiten Halbzeit war der Punkt zu wenig. Wir haben da wirklich gut gespielt und müssen mehr als ein Tor machen.“ Der 22-Jährige gab aber ebenfalls zu: „In der ersten Halbzeit hatten wir schon viel Glück, dass Nürnberg den Elfer verballert hat.“

Torschütze Einsiedler, der seinen siebten Saisontreffer erzielte und damit wieder die Führung in der internen Torschützenliste übernahm, zeigte sich „eher frustriert. Wir haben in der zweiten Halbzeit auf ein Tor gespielt. Wir haben aus acht Metern mit Mauer und aus elf Metern ohne Mauer das Tor nicht getroffen, da muss mal einer reingehen.“

Die genannte Szene aus acht Metern hatte sich in der 76. Minute ereignet: Schiedsrichter Huber pfiff indirekten Freistoß im Strafraum, weil FCN-Schlussmann Kolbe den Ball zu lange in der Hand gehalten hatte. Sascha Bigalkes Lupfer segelte aber über das Tor. Zuvor hätten auch Einsiedler mit einem Kopfball über den Kasten (53.) und Alexander Sieghart (65.) mit einem Schuss, den Kolbe parierte, die Hachinger in Führung bringen können.

Es blieb schließlich beim 1:1, „einem leistungsgerechten Unentschieden“, wie Cheftrainer Claus Schromm fand. „In den ersten 45 Minuten war ich mit unserem Defensivverhalten nicht einverstanden, aber nach der Pause haben wir uns ganz klar gesteigert.“ Das Schlusswort von Schromm nach einem kurzweiligen Fußball-Nachmittag im Sportpark: „Wir freuen uns auch, dass Würzburg gewonnen hat.“

Der Blick in die 3. Liga war nämlich uneingeschränkt erfreulich: Nach dem Sieg in Cottbus fehlt den Würzburger Kickers nur noch ein Punkt aus zwei Spielen, um die Saison schlechtestenfalls als Vierter abzuschließen. Damit wären die Unterfranken kommende Saison für den DFB-Pokal qualifiziert und somit Unterhaching als Gegner der Würzburger im Toto-Cup-Finale ebenfalls. „Klar schauen wir jetzt auch jede Woche nach Würzburg“, sagte Steinherr, „wir nehmen das gerne an, wenn wir im Pokal dabei sind, auch ohne das schwere Endspiel gewinnen zu müssen.“ Und Präsident Manfred Schwabl gab zu: „Wir sind jetzt totale Würzburg-Fans!“

Text: Christian Amberg

Quelle: fussball-vorort.de

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