Ohne Niederlage in die Winterpause

Unterhaching geht mit 19 Punkten Vorsprung in die Winterpause

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Na, wie haben wir das gemacht! Das Hachinger Trainergespann Claus Schromm (r.) und Steffen Galm.

SpVgg Unterhaching - Die SpVgg Unterhaching genießt nach einer überragenden Hinrunde ohne eine einzige Niederlage den Moment.

Auch am letzten Spieltag gegen den FC Bayern II spielte der bis dato ungeschlagene Spitzenreiter der Regionalliga Bayern im Duell gegen den ersten Verfolger auf Sieg. Beim Spielstand von 1:1 kurz vor Spielende war der Siegeswille bei vielen Beteiligten zu erkennen. Angespannt verfolgte SpVgg-Cheftrainer Claus Schromm das Geschehen in den letzten Sekunden der Partie. Präsident Manfred Schwabl zupfte seinen grünen Pullover mehrfach zurecht und stieg nervös die drei Stufen zur Auswechselbank auf und ab. Als nach einem Einwurf und einer sehenswerten Hacken-Vorlage von Hachings Top-Torjäger Stephan Hain das späte Tor zum 2:1 von Sascha Bigalke in der Nachspielzeit folgte, gab es kein Halten mehr. Schwabl besprang vor Freude Mannschaftsbetreuer Josef Marinkovic. Schromm lief nach dem direkt anschließenden Schlusspfiff mit erhobenen Händen über den Rasen in Richtung des jubelnden Hachinger Fanblocks.

Es gab gute Gründe zur Freude: Das Kunststück, in 21 Spielen ungeschlagen zu bleiben, ist den Hachingern eindrucksvoll gelungen. Die SpVgg bleibt damit das Maß aller Dinge: Spitzenwerte bei den geschossenen Toren (67), den besten Torjäger der Liga (Stephan Hain mit 23 Toren), die wenigsten Gegentreffer (11) und einen Rekord-Vorsprung auf den Tabellenzweiten von 19 Punkten, den es so noch nie in der Regionalliga Bayern gegeben hat. „Wir haben gewusst, dass wir eine starke Mannschaft haben. Aber das war natürlich so nicht erwarten“, sagte SpVgg-Präsident Manfred Schwabl.

Der Meistertitel ist den Rot-Blauen nicht mehr zu nehmen. So sieht es auch der SpVgg-Chef: „Die Mannschaft ist zu charakterstark. Wenn wir uns jetzt nicht selber zerfleischen, dann kann uns keiner mehr einholen. Der Blick der Hachinger richtet sich bereits auf die anstehende Relegation nach der Saison. Schwabl sieht seine Mannschaft auf dem richtigen Weg. „Man sieht an so einem Spiel, was uns in der Relegation erwarten wird. Ich sehe uns für eine Relegation gut gewappnet“, sagt Schwabl. Beste Glückwünsche für die Aufstiegsspiele gab es vom ehemaligen Unterhachinger Nicolas Feldhahn aus den Reihen der Bayern: „Wer die Regionalliga Bayern so beherrscht wie Unterhaching, muss aufsteigen.“ Nach einem überragenden Jahr mit saisonübergreifend keiner einzigen Niederlage im Unterhachinger Sportpark, möchte der souveräne Spitzenreiter die letzten erfolgreichen Wochen erst einmal sacken lassen. Schromm: „Das war ein brutales Jahr. Wir haben 2016 kein Heimspiel verloren. Den Moment genießen wir jetzt mal.“

Text: Robert M. Frank

Quelle: fussball-vorort.de

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