Fabian Friedl wechselt nach Oberweikertshofen

SCF verliert seinen einzigen Torjäger

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Fabian Friedl schnappt sich das Leder und zieht mit seinen Torschusskünsten vom SC Fürstenfeldbruck zurück nach Oberweikertshofen um.

SC Fürstenfeldbruck - Jetzt verlieren die mittlerweile auch in der Bezirksliga ganz unten stehenden Absteiger vom SC Fürstenfeldbruck auch noch ihren einzigen Torjäger: Fabian Friedl kehrt zurück zum SC Oberweikertshofen.

Fürstenfeldbruck / Oberweikertshofen – Der heutige Sparkassencup-Auftritt des SCF beim A-Klassen-Tabellenführer in Aufkirchen (19 Uhr) beschäftigt nach dem spektakulären Transfer von Fabian Friedl nur am Rande.

Wie eine Bombe schlug die Nachricht bei den Bruckern ein. Neun von elf Treffern hat der Landsberieder bisher für den SCF erzielt. Er führt damit die Torjägerliste in der Bezirksliga Süd an. Doch ab sofort geht der 20-jährige Stürmer wieder für den SC Oberweikertshofen auf Torjagd. Am Sonntagabend unterschrieb Friedl einen Amateurvertrag beim Landesligisten.

Am 1. Juli 2014 war der Landsberieder von der U19-Bundesliga-Elf der SpVgg Unterhaching nach einem Kreuzbandriss in Richtung Oberweikertshofen gewechselt. Beim Dorfverein konnte sich Friedl allerdings keinen Stammplatz in der Landesliga-Elf erobern. Nachdem ihm Manager Uli Bergmann dann auch noch kurz nach Beginn der vergangenen Saison mit Patric Lemmer einen Vollblutstürmer vor die Nase gesetzt hatte, zog Friedl die Konsequenzen. Er wechselte im August 2015 als Vertragsamateur zum Rivalen in die Kreisstadt. Jetzt holte ihn Bergmann wieder zurück. Denn der Manager hat mittlerweile erkannt: „Fabian hat enorme Fortschritte gemacht und wird uns in der Form verstärken.“

Friedl statt Bläser

Mit Friedls Verpflichtung begründet Bergmann zugleich die Nichtverpflichtung von Marco Bläser. Der von Pipinsried nach Olching gewechselte Bläser war auch in Oberweikertshofen im Gespräch. „Natürlich ziehen wir aber einen 20-Jährigen einem 35-Jährigen vor.“ Sein Handeln erklärt Bergmann auch damit, dass Unglücksrabe Patric Lemmer erneut einen Sehnenanriss an der Hüfte erlitten hat und seit nunmehr über einem Jahr auf der Gehaltsliste des SCO steht, ohne eingesetzt werden zu können. Der einst vom TSV Rain gekommene Stürmer wird wohl seine Karriere beenden müssen. Nachdem mit Patrick Feicht und Mehmet Ayvaz quasi nur zwei zentrale Angreifer zur Verfügung stehen, habe er reagieren müssen, so Bergmann.

Beim SCF bedauert Trainer Michael Westermair den Weggang seines Torjägers, mit dem er zuvor schon gemeinsame Zeiten in Oberweikertshofen erlebt hat. „Das tut uns sportlich natürlich sehr weh. Fabian hat sich in den letzten Monaten wirklich zu einem starken Spieler entwickelt.“ Ursprünglich habe ihm der Stürmer eine Zusage fürs Bleiben über die komplette Saison gegeben. Der Transfer wurde allerdings nur deshalb möglich, weil der SCF den 20-Jährigen zu Saisonbeginn reamateurisiert hat. Hätte der finanziell weiterhin nicht sattelfeste Kreisstadtverein Friedl weiter als Vertragsamateur mit einem entsprechenden Pflichtgehalt eingestuft, wäre ein Vereinswechsel so schnell nicht möglich gewesen. Das zweite vom Verband eingerichtete Transferfenster schließt am 31. August.

Erst am Samstag, als der SCF spielfrei hatte, wurde Fabian Friedl zusammen mit den Eltern bei der Landesliga-Begegnung des TSV Gilching gegen den Kissinger SC gesehen. Beobachter bewerteten dies schon als Zeichen, dass sich der junge Stürmer nach einem neuen Verein umsehen würde. Diese Spekulationen hat Bergmann nun beendet. Schon heute Abend beim Pokalmatch in Aufkirchen, das auch noch in unmittelbarer Nachbarschaft zu Oberweikertshofen ausgetragen wird, muss der SCF auf den Torjäger verzichten.

Text: Dieter Metzler

Quelle: fussball-vorort.de

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