Garching erwartet Seligenporten

VfR-Understatement vor dem Duell der Bayernliga-Meister

+
Starker Zusammenhalt: Garching setzt sich teilweise auch als unterlegenes Team durch.

VfR Garching - Sie sind als Bayernligameister aufgestiegen. Dann haben sich ihre Wege getrennt. Der VfR Garching empfängt den Tabellenvierzehnten an diesem Samstag als Ranglistendritter.

Vor dieser Saison hätten die beiden Bayernligameister SV Seligenporten und VfR Garching sofort unterschrieben, nach 15 Spielen auf dem 14. Platz zu stehen, also genau oberhalb der Abstiegsrelegation. Die am Samstag (13 Uhr) im Seestadion gastierenden Seligenportner belegen genau diesen ersten Rettungsplatz, aber Garching ist meilenweit elf Tabellenplätze und zehn Punkte voraus.

Seligenporten startete in die Saison mit sechs Niederlagen und war zwischenzeitlich nach der 0:12-Klatsche in Augsburg die Lachnummer der Liga. Doch danach fing sich der mittelfränkische Klub und hat von den jüngsten neun Partien nur eine verloren. Nach dem Seligenportner Neustart spricht VfR-Trainer Daniel Weber deshalb von „einem Duell auf Augenhöhe“. Da ist aber schon etwas Understatement im Spiel, weil immer noch die drittbeste Heim- auf die zweitschlechteste Auswärtsmannschaft der Liga trifft.

Der Garchinger Trainer zieht seinen Hut vor den Seligenportnern, die auch in den Chaostagen die Ruhe bewahrten und der Trainerstuhl nicht ansatzweise wackelte. Dieses Verhalten ist vergleichbar mit der Vorgehensweise beim VfR Garching. Da hatten in sportlich nicht so erfolgreichen Zeiten immer eher die Funktionäre Angst, dass der Trainer aufhört, als dass dieser eine Entlassung fürchten musste.

Daniel Weber weiß in der erfolgreichsten Phase der VfR-Historie um das Selbstvertrauen seiner Mannschaft, die teilweise sogar als unterlegenes Team fast logisch gewinnt. „Für uns ist zur Zeit alles machbar bis auf vielleicht Unterhaching“, sagt Weber. Mit einem Sieg gegen Seligenporten besteht für Garching sogar die Möglichkeit, im Hinrundenfinale bei Wacker Burghausen durch ein Remis die 30 Punkte zu erreichen.

Personell haben die Garchinger das Schlimmste überstanden. Florian de Prato sitzt nach drei Wochen Krankheitspause wieder auf der Bank, möglicherweise auch sein Bruder Stefan, der wieder ins Training eingestiegen ist. Die Aufstellung der Siegermannschaft von Illertissen dürfte sich aber erst einmal nicht ändern. Auch der Last-Minute-Neuzugang Daniel Müller hat sich nun erstmals zeigen können. Nach den Ausfällen von Florian Wenninger und Florian de Prato kam er erstmals auf der Doppelsechs zum Zug und machte seinen Job gut. Im Mittelfeldzentrum hat der Garchinger Trainer Daniel Weber keinen Grund, etwas zu ändern.

Voraussichtliche Aufstellung: Maus – Salassidis, Mayer, Göpfert, Suck – Ball, Müller – Goia, D. Niebauer, M. Niebauer – Eisgruber.

Text: Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

auch interessant

Meistgelesen

Job gekündigt: Strobl setzt für 1860 alles auf eine Karte
Job gekündigt: Strobl setzt für 1860 alles auf eine Karte
Schwabl liebäugelt mit zwei Verstärkungen
Schwabl liebäugelt mit zwei Verstärkungen
Schromm gibt Spielern Hausaufgaben für die Winterpause
Schromm gibt Spielern Hausaufgaben für die Winterpause
Karriereende mit 27! Wenningers Körper will nicht mehr
Karriereende mit 27! Wenningers Körper will nicht mehr

Kommentare