Der Vorort-Check: Abgänge der Routiniers schmerzen FCU gewaltig

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Sein Abgang wiegt schwer: Daniel Jungwirth verlässt Unterföhring.

FC Unterföhring - Was hat der Aufsteiger so drauf? Der FC Unterföhring bittet zum Bayernliga-Auftakt am Freitag gleich mal den FC Ismaning zum Tanz.

Fussball Vorort hat sich den Unterföhringer Kader und die zurückliegende Vorbereitung mal etwas genauer angeschaut und analysiert, was die Pummer-Elf in der Bayernliga Süd erwartet.

Der Kader:

Nach der abgelaufenen Spielzeit hat der FC Unterföhring gewaltige Umbaumaßnahmen an seinem Kader vorgenommen. Königstransfer im vorderen Spieldrittel ist Michael Krabler von der SpVgg Unterhaching. Gemeinsam mit FCU-Urgestein Andreas Faber soll der 19-Jährige die nötige Torgefahr im Angriffszentrum ausstrahlen. Neuzugänge für das Mittelfeld sind Spielmacher Arthur Kubica (FC Pipinsried), Türkei-Rückkehrer Yakup Dora und Christos Ketikidis (FC Ismaning).

Auch für den Defensivverbund konnte man namhafte Verstärkungen an Land ziehen. Arijanit Kelmendi (FC Deisenhofen) und Markus Kreuzeder (SpVgg Unterhaching U19) verteidigen künftig unter Trainer Andreas Pummer. Rückkehrer Patrick Nothhaft soll Druck auf Stammkeeper Sebastian Fritz ausüben.

Demgegenüber stehen einige empfindliche Abgänge. Vor allem der Verlust der Routiniers Daniel Jungwirth und Patrick Irmler dürfte schwer aufzufangen sein. Ex-Profi Jungwirth beendet seine aktive Karriere vorerst, Irmler versucht sein Glück bei der SpVgg Landshut.

Mit Arbnor Segashi (FC Pipinsried), Korbinian Gillich (TSV Grünwald), Alexander Schneider (Spielertrainer Fasanerie-Nord) und Florian Holzapfel (SC Baldham-Vaterstetten) haben zudem einige Ergänzungsspieler den Klub verlassen. Der Abgang von Kiril Akalski (Ziel unbekannt) stand bereits seid längerer Zeit fest.

Die Vorbereitung:

In den Testspielen wartete die Pummer-Elf mit wechselhaften Resultaten auf. Dem 2:1-Sieg gegen den Bezirksligisten Manching folgte eine 2:5-Niederlage gegen die SpVgg Unterhaching. Phasenweise konnte die Pummer-Elf mit dem Regionalliga-Aufstiegsfavoriten dabei gut mithalten. Als klarer Achtungserfolg darf das 3:3 gegen den TSV Buchbach eingeordnet werden. Der Föhringer Test gegen den FC Schwabing dürfte Trainer Pummer dagegen die Zornesröte ins Gesicht getrieben haben. Gegen den Bezirksligisten setzte es eine 0:1-Niederlage.

Die Pokalreise für den Bayernligisten endete bereits in der ersten Qualifikationsrunde. Im „Nord-Derby“ gegen Hallbergmoos musste sich Unterföhring im Elfmeterschießen mit 5:6 geschlagen geben. Dem VfB gelang damit die Revanche für die 0:8-Packung vor Jahresfrist.

Die Vorort-Einschätzung:

Viel dürfte davon abhängen, wie Unterföhring die Abgänge der beiden Gallionsfiguren Jungwirth und Irmler auffängt. Edeltechniker Arthur Kubica hat gewiss das Potenzial, sich zu einem prägenden Spieler beim Bayernligisten zu entwickeln. Der Neuzugang vom FC Pipinsried hatte zuletzt jedoch mit Verletzungen zu kämpfen. Die weiteren Neuzugänge bringen allesamt Talent mit, müssen sich mitunter jedoch noch an den Bayernliga-Fußball gewöhnen.

Für den ganz großen Wurf dürfte es in der kommenden Spielzeit aus genannten Gründen nicht reichen. Beim FC Unterföhring wäre man aber bestimmt auch zufrieden, wenn man die Saison des Vorjahres - immerhin die erfolgreichste der Vereinsgeschichte - bestätigen könnte. Gegen einen sofortigen Aufstieg in die Regionalliga sprechen zudem nicht nur sportliche Gründe.

Text: Lukas Schierlinger

Hier geht es zu den Einschätzungen der Konkurrenten:

BCF Wolfratshausen

FC Ismaning

SV Pullach

SV Heimstetten

Quelle: fussball-vorort.de

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