Warnschuss kommt für FC Ismaning zum passenden Zeitpunkt

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Starker Auftritt: Ivan Vidovic (vorne) winkt ein Platz in der Startelf.

Ismaning – Vier Siege und einmal 0:5. Die Wundertüte DJK Vilzing hat in der Bayernliga ihre Punkte für den siebten Tabellenplatz zum Großteil zu Hause geholt und nur eine Abreibung kassiert gegen den überlegenen Tabellenführer SV Pullach.

Den Optimismus der Ismaninger befeuert definitiv der Lauf, der den Aufsteiger schon bis auf einen Zähler an die Niederbayern heranbrachte. Fünf Spiele ohne Niederlage (drei Siege, zwei Unentschieden) mit 14:5 Toren haben in der Liga Ausrufezeichen gesetzt. FCI-Trainer Xhevat Muriqi kam das 4:3 nach zwei deutlichen Rückständen (0:2, 1:3) gegen Schlusslicht Wolfratshausen wahrscheinlich nicht ungelegen, weil so Aufgaben wie die jetzt in Vilzing sicher nicht mehr unterschätzt werden. „45 Minuten guten Fußball zu spielen reicht in Vilzing sicher nicht“, sagt Muriqi. Er baut darauf, dass die Spieler nach dem anfangs zu überheblichen Kick gegen Wolfratshausen auf sich selber sauer waren. Der Warnschuss kam nicht unpassend vor dem Vilzing-Spiel, auch wenn er drei Punkte einbrachte.

Muriqi bewundert Vilzing als „eine sehr kompakte Mannschaft, die leidenschaftlich Fußball spielt und sich auch beim 1:1 in Unterföhring gut verkauft hat“. Im Kader des FC Ismaning hat zuletzt David Tomasevic einige Werbung in eigener Sache gemacht. Der im Sommer vom TSV Eching gekommene Innenverteidiger bekam seine Chancen durch zwei Rote Karten von Daniel Steinacher und dürfte nun im Duell mit dem ehemaligen Regionalligaspieler die Nase vorne haben. Der kommende Woche wieder einsatzfähige Steinacher hat laut Muriqi heuer nicht die guten Leistungen des Landesliga-Meisterjahres bestätigt und zudem dem Team mit seinen beiden Platzverweisen bei sechs Einsätzen geschadet. Tomasevic kommt mittlerweile schon auf sieben Spiele und ist mit zwei Treffern auch der torgefährlichste Abwehrspieler des FCI.

Der 22-Jährige hat bereits in der Vorbereitung angedeutet, dass seine Stunde in dieser Saison noch schlagen könnte. Ein Hauptdarsteller bei der spektakulären Wende gegen Wolfratshausen war Ivan Vidovic, dem als Belohnung nun in Vilzing die Chance eines Einsatzes von Beginn an winkt. „Im Training macht er seine Sache sehr gut, wird dann aber im Spiel oft zu hektisch“, sagt Trainer Muriqi. Bei dem gerade einmal 20 Jahre jungen Offensivkicker kommt das für ihn nicht überraschend. Vidovic ist für den Coach ein Mann, der es beim FC Ismaning dauerhaft packen kann: „Er ist ein Typ, der sich durchsetzen will.“ Vidovic hat geduldig auf seine Chance gewartet und dürfte nun für Manuel Ring auf der linken Außenbahn ins Team kommen. Voraussichtliche Aufstellung: Preußer – Beck, Ehret, Tomasevic, Siedlitzki – Fischer, Killer – Siebald, Vidovic – Stijepic, Olwa-Luta.

Text: Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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