Rückschlag für Heimstetten im Topspiel

War's das für Heimstetten im Aufstiegsrennen?

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Nicht wehrlos ergeben sich die Heimstettner um Lukas Riglewski (r.).

Das war es dann wohl. Nach einem am Ende großartigen Kampf hat sich der SV Heimstetten praktisch aus dem Rennen um die Regionalliga- Relegation verabschiedet. Beim 2:3 (0:2) gegen den TSV 1860 Rosenheim fehlte ein Tor, um im Rennen um Platz drei bleiben zu können.

Zehn Minuten brauchte das Topspiel Anlaufzeit, bevor beide ihren Willen zeigten, unbedingt gewinnen zu wollen. Den ersten Versuch hatten die bis dahin quasi nicht stattfindenden Rosenheimer, bei denen Marinkovic zwei Meter vor dem Tor den Ball knapp verpasste. Im direkten Gegenzug scheiterte Lukas Riglewski am Torwart und Manuel Duhnkes Nachschuss klärte ein Verteidiger einen Meter vor der Linie. Auch in den folgenden Minuten lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch.

Heimstetten hatte etwas mehr Ballbesitz, aber Rosenheim mehr Zug nach vorne und brachte die Gastgeber mit dem schnellen Umschalten auf Angriff immer wieder in Unordnung. Vor dem Hintergrund war das 0:1 für den TSV in der 22. Minute verdient, als Linor Shabani wie ein Hase einen Haken schlug und trocken vollstreckte. In der Folgezeit war den Heimstettenern der Wille nicht abzusprechen, aber nach vorne fehlten die Ideen. Torjäger Orhan Akkurt – „die Maschine“, wie der Stadionsprecher ihn ankündigte – hing völlig in der Luft. Rosenheim verteidigte die Führung mit überschaubarem Aufwand und schob zum Ende der ersten Hälfte noch einmal an. Prompt traf Josip Tomic zur 0:2-Führung für Rosenheim (40.), als der SVH erschreckend unsortiert war und den Schützen komplett übersehen hat.

Ganz wehrlos wollte sich Heimstetten aber nicht aus dem Rennen um den Relegationsplatz verabschieden. Nach 70 Sekunden in der zweiten Hälfte hatte Manuel Duhnke einen Meter über das Tor geschossen. In der 51. Minute gab es dann einen Freistoß, wobei die Heimstettener das Foul im Strafraum sahen und gern einen Elfmeter gehabt hätten. SVH-Trainer Heiko Baumgärtner sagte dem Schiedsrichter deutlich seine Meinung und musste anschließend auf der Tribüne Platz nehmen. Dort sah er auch gleich, wie Sebastiano Nappo auf 1:2 verkürzte (54.). Der Coach auf der Tribüne war scheinbar ein gutes Omen, weil auch Orhan Akkurt gefährlich zum Abschluss kam (58.). Nun drohte die Wende.

Doch TSVSpieler Danijel Majdancevic packte ein Solo von der Mittellinie aus gegen vier Verteidiger samt Torwart und erzielte das 3:1 für Rosenheim (61.). 20 Minuten vor dem Ende ließ der Torwart einen Schuss des kurz zuvor eingewechselten Daniel Steimel durchrutschen zum 2:3. Ab diesem Zeitpunkte spielte Heimstetten die Gäste Gast an die Wand, hatte im Minutentakt Strafraumszenen. Nur allein das Tor wollte nicht fallen. Es wäre verdient gewesen.

SV Heimstetten – TSV 1860 Rosenheim 2:3 (0:2).

SVH: Krasnic – Giglberger, Schäffer, Steppan, Huber – De La Motte (69. Olwa-Luta) – Riglewski, Schmitt (59. Steimel), Nappo, Duhnke – Akkurt.

Tore: 0:1 Shabani (22.), 2:0 Tomic (40.), 1:2 Nappo (54.), 1:3 Majdancevic (61.), 2:3 Steimel (70.).

Schiedsrichter: Lothar Ostheimer (Pfaffenhofen).

Zuschauer: 200.

Quelle: fussball-vorort.de

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