Großer Kampf des VfR Garching wird nicht belohnt

Weber: "Dann holen wir uns die Punkte eben im Grünwalder"

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Bitter: Nach zwölf Minuten ist die Partie vor 1100 Zuschauern für Markus Baki beendet. Er muss verletzt raus.

VfR Garching - Die Weber-Elf kassiert schon die zweite unverdiente Niederlage nacheinander. Der VfR verliert vor 1100 Zuschauern gegen die Löwen-Reserve.

Schon wieder ein 1:2 –  und wieder hat ein starker VfR Garching die Niederlage nicht verdient. Der Regionalliga-Aufsteiger lieferte dem TSV 1860 München am Samstag einen großen Kampf, wurde für den riesigen Aufwand vor 1100 begeisterten Zuschauern aber nicht belohnt. Garching kassierte erneut ein frühes Gegentor, das es schon bei den starken Spielen gegen Ingolstadt und Bayreuth gegeben hatte. Diesmal klingelte es in der 3. Minute, als Simon Seferings einen unnötig verursachten Freistoß über die Mauer hob. In der 6. Minute verhinderte Florian de Prato nach einer Ecke per Kopfball auf der Linie, dass die Partie vorentschieden war.

Diesmal kam es knüppeldick, weil Markus Baki nach zwölf Minuten verletzt raus musste und sich die Defensivtaktik der Garchinger mit dem Rückstand ein Stück weit erledigt hatte. Mitte der ersten Hälfte hatte sich der VfR ins Spiel zurück gearbeitet, kam immer wieder in den Strafraum der Löwen. Mit Herz und Leidenschaft sammelten die VfR-Kicker Fleißpunkte und knüpften an die zuletzt starken Leistungen an. Auch wenn die ganz hochkarätigen Chancen ausblieben, wäre aufgrund der permanenten Gefahr ein 1:1 nach 45 Minuten verdient gewesen.

Mit der Einwechslung von Mario Staudigl nach der Pause wollte Garchings Trainer Daniel Weber die Offensivbemühungen stärken, doch der Rückschlag kam schnell: In der 51. Minute köpfte Christoph Daferner zum 0:2. Nur kurz darauf kehrte die Spannung zurück. Mike Niebauer feuerte die Kugel aus spitzem Winkel unter die Latte zum Anschlusstor (57.).

Und dann hatten die Gäste aus München riesiges Glück. Nach einer Hereingabe von Dennis Niebauer wurde Manuel Eisgruber deutlich mit beiden Armen geschoben. Das hätte einen Elfmeter geben müssen (70.), gab es aber nicht. „Ich war einen Schritt vor meinem Gegenspieler und hätte den Kopfball bekommen. Da wurde ich von hinten geschoben“, beschreibt der Stürmer die Szene – und sagt in Richtung Schiedsrichter: „Ich lasse mich doch nicht frei vor dem Tor fallen.“

Fast die gesamte zweite Halbzeit drückten die Garchinger die 1860er in den eigenen Strafraum. Die Junglöwen verloren durch den unbändigen Willen des VfR immer wieder die Ordnung und den Überblick. Garching hatte zwar auch eine Handvoll gefährlicher Torszenen, aber am Ende kein Glück.

Und so schauten die schwarz-weißen Fußballer nach dem Spiel mit traurigen Augen in den Garchinger Himmel. Vor allem Mike Niebauer, dessen erstes Saisontor nicht reichte. Er hatte taktisch die Königsaufgabe gehabt, weil er offensiv den Linksaußen gab, defensiv als Linksverteidiger die Vierer- zur Fünferkette verbreiterte und zwischendrin auch noch den dritten Sechser gab. „Das hat schon gepasst“, sagte er zu seiner Dreifachrolle, „nur ab der 80. Minute habe ich dann alle Knochen gespürt.“ Trainer Weber baut seine Jungs auf: „Läuferisch und kämpferisch war das à la bonheur. Wir hätten das 2:2 wirklich verdient gehabt.“ Er schiebt einen Gruß an die Sechzger hinterher, die Garching vor zwei Jahren auswärts besiegte: „Dann holen wir uns die Punkte eben im Grünwalder Stadion wieder.“

VfR Garching – TSV 1860 München II 1:2 (0:1)

VfR: Maus – Suck, Mayer, Göpfert, Baki (11. Salassidis, 74. Hauck) – Ball, F. de Prato (46. Staudigl) – M. Niebauer, D. Niebauer, Wenninger – Eisgruber.

Tore: 0:1 Seferings (3.), 0:2 Daferner (51.), 1:2 M. Niebauer (57.)

Schiedsrichter: Andreas Hummel (Betzigau)

Zuschauer: 1100.

Text: Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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