Pipinsried-Macher ist stocksauer

Höß wettert gegen Sportgericht: "Was ist das für eine Aussage"

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Konny Höß kritisiert die Sperre gegen Gianluca Simari.

FC Pipinsried - Sportlich läuft es rund beim FC Pipinsried. Dennoch gibt es beim Dachauer Dorfklub Ärger: Konny Höß legt sich mit dem Sportgericht an.

Die letzte Niederlage in der Bayernliga liegt zwei Monate zurück, die Mannschaft des jungen Spielertrainers Fabian Hürzeler hat sich nach holprigem Start auf Platz drei vorgearbeitet, zählt wieder zu den Aufstiegskandidaten. Dass trotzdem nicht eitel Sonnenschein herrscht über dem Dorf im Kreis Dachau, liegt am unglücklichen Punktverlust beim 1:1 in Ismaning. Und an einer Entscheidung des Sportgerichts, das FCP-Boss Konrad Höß sauer aufstößt.

In Ismaning hat die Mannschaft nicht nur in letzter Minute zwei Zähler, sondern vor allem ihren Kapitän und den Spielertrainer verloren. Thomas Berger und Fabian Hürzeler mussten mit Kopfverletzungen vom Platz, Hürzeler war Minuten ohne Bewusstsein. Am Montag konnte Entwarnung gegeben werden: „Er durfte das Krankenhaus schon wieder verlassen“, freut sich Höß, der Spielertrainer habe sich aber noch furchtbar geärgert, als er vom späten Ausgleich erfahren hatte. Berger sei noch immer ziemlich benommen.

Höß selbst ärgert sich gerade mächtig über das Sportgericht. Gianluca Simari hatte eine Woche zuvor im Spiel gegen Schwabmünchen die Rote Karte gesehen, weil er „am Spielfeldrand mit einem Gegenspieler aneinandergeraten war, ihm ins Gesicht gegriffen und ihn weggeschoben hatte“, so Höß. Das ergab für den Sportrichter zwei Spiele Sperre, dazu ein weiteres, weil Simari im Weggehen die Eckfahne umgetreten hat. Daraufhin kontaktierte Höß den Vorsitzenden des Verbands-Sportgerichts, Heinz Ferber. Der habe ihm gesagt, das dritte Spiel der Sperre könnte man wieder streichen, wenn, ja wenn Simari nicht schon Vorstrafen hätte. „Was ist das für eine Aussage“, schimpft Höß. „Wenn jemand im zivilen Leben seine Strafe verbüßt hat, ist die Sache erledigt. Der Sport aber hat wohl seine eigenen Gesetze.“ So etwas wolle er nicht auf sich sitzen lassen, das mache ihn einfach nur „stocksauer“.

Die Amateurfußballseite erscheint jeden Mittwoch im Münchner Merkur. Autor ist Reinhard Hübner, erreichbar unter komsport@t-online.de

Quelle: fussball-vorort.de

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