1860 macht den Anfang

1860-Dortmund-Kracher erst der Anfang! Heimstetten will weitere Top-Teams in Sportpark holen

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Mehr solcher Spiele wie 1860 München gegen Rubin Kasan sollen im Heimstettener Sportpark stattfinden.

SV Heimstetten - Am kommenden Montag wird der Heimstettner Sportpark live im Fernsehen zu bewundern sein. Der Grund: Die Anlage ist Spielort für das Halbfinal-Rückspiel um die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft zwischen dem TSV 1860 München und Borussia Dortmund, das ab 14.30 Uhr von Sport1 übertragen.

Schon jetzt seien 1300 Karten für die Partie verkauft worden, sagt Abteilungsleiter Michael Matejka. „Ich gehe davon aus, dass das Spiel ausverkauft sein wird“ – sprich rund 2500 Besucher.

Die Partie spült dem SVH in doppelter Hinsicht Geld in die Kasse – zum einen über die Gaststätte, die der Klub seit 2014 selbst betreibt, zum anderen über die Nutzungsgebühr, die er sich mit der Gemeinde teilt. Derlei Veranstaltungen soll es nach Matejkas Wunsch künftig öfter im Sportpark geben. „Nur so kann sich der Verein finanzieren“, erklärt er bei der Mitgliederversammlung. „Es wird nicht möglich sein, große Sponsoren an Land zu ziehen, die jedes Jahr einen fünfstelligen Betrag zahlen.“ Von daher will der SVH verstärkt auf Turniere, aber auch auf Profi-Spiele setzen: Demnächst werden unter anderem der TSV 1860 München sowie Borussia Mönchengladbach Freundschaftsspiele im Sportpark austragen. „Das müssen wir noch mehr ankurbeln“, fordert Matejka. „Das ist die Zukunft.“

Finanziell hat die Fußball-Abteilung das vergangene Jahr mit einem kleinen Minus von 3600 Euro abgeschlossen, berichtet Finanzchef Christian Müller. Er hat die Ein- und Ausgaben auch diesmal säuberlich aufgelistet und die Zahlen für die Erste Mannschaft getrennt aufgeführt – „weil immer noch das falsche Gerücht umgeht, dass wir die Erste Mannschaft mit dem Geld aus der Jugend oder dem Gesamtverein finanzieren“, sagt Müller. Der Etat der Abteilung lag 2015 bei rund 230 000 Euro, wovon etwa 125 000 auf das Bayernligateam entfielen. An Spenden gingen fast 62 000 Euro ein – „ohne die könnten wir den Betrieb nicht finanzieren“, sagt Müller. Der Abstieg der Ersten Mannschaft im Sommer schlägt sich auch im Finanzbericht nieder: Allein an Schiedsrichterkosten und für den Spielbetrieb zahle der Klub in der Bayernliga rund 30.000 Euro weniger als in der Regionalliga, betont Matejka. 

Text: Patrik Stäbler

Quelle: fussball-vorort.de

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