Hinten hängen geblieben

Wolfratshausen verliert auch viertes Match

+
Hoffnung keimte beim BCF Wolfratshausen nach diesem Kopfballtor von Jona Lehr (Nummer 28) zum 1:1 auf. Doch am Ende mussten sich die Farcheter dem TSV Dachau mit 1:2 geschlagen geben.

BCF Wolfratshausen - Mitten im Hochsommer beginnt für den BCF Wolfratshausen schon der Abstiegskampf. Die 1:2-Heimniederlage am Freitagabend gegen den TSV 1865 Dachau war ellenlanges Dokument fehlender Ligareife.

 1:2 - das hört sich knapp, unglücklich oder nach ansatzweiser Augenhöhe an. Die Wirklichkeit ist eine andere: Der BCF ist derzeit nicht in der Lage, seine Gegner einzuschüchtern oder gar durch druckvollen Fußball aus dem Konzept zu bringen. Dabei trat der gestrige Gast als bislang schlagbarster Widersacher auf. Wohl nicht zu Unrecht warteten auch die Dachauer bis dato auf ihren ersten Saisonerfolg. Den haben sie am vierten Spieltag klargemacht. Wolfratshausen hingegen, da muss man kein Prophet sein, wird auf diese Freudenmomente noch eine ganze Zeit lang warten müssen.

Als Trainer Patrik Peltram seine Schützlinge nach dem Schlusspfiff um sich scharte, bohrten die müden Blicke der Spieler tiefe Löcher in den feinen Rasen des Isar-Loisach-Stadions. Fußball-Chef Manfred Fleischer eilte mit Vize Helmut Forster ebenso herbei wie alle verletzten, anwesenden Teamkollegen. Mut zusprechen - nichts anderes bleibt Peltram in diesen Tagen. „Das hier sind nunmal die Spieler, die mir zur Verfügung stehen“, sagte der 42-Jährige, um schützend die Hand über seine Mannen zu halten. Fortschritte seien an diesem Abend nicht zu sehen gewesen, räumte der Coach ein. Mehrmals mahnte der Übungsleiter in der Startphase zur Konzentration. Eine hundertprozentige Chance von Christian Doll, der den Ball aus vier Metern Torentfernung überhastet nur touchierte, war dann die letzte Warnung. Drei Minuten später traf Doll nach einem Pressschlag, der ihm einen Sololauf auf BCF-Keeper Kevin Pradl bescherte. Auch wenn der Treffer womöglich irregulär war (Klaus Brand: „klares Abseits“), machte das die Sache nicht besser. Im Gegenteil: Verunsicherung hielt Einzug. Peltram sprach von „individuellen Fehlern“ und „zehn schlechten Minuten“ nach dem Rückstand. Er hielt aber auch korrekt fest, dass Farchet um den Ausgleich herum absolut gleichwertig ins Spiel fand. Sandro Wolfinger schickte den Ball von der rechten Seite auf den Schädel von Jona Lehr. Zwei Spieler als Hauptverantwortliche für Wolfratshausens zweites Saisontor, durch deren Mitwirken „mehr Druck“ möglich gewesen sei.

Allein, wo war der Druck in der zweiten Spielhälfte? Dachau traf mit dem Pausenpfiff durch Spielertrainer Fabian Lamotte zum 1:2, und der Ballclub hechelte dem Zwischenergebnis vergeblich hinterher. Lehrs Volleyabnahme nach 70 Minuten war die einzig griffige Tormöglichkeit nach dem Seitenwechsel. „Wir sind von hinten raus öfter hängengeblieben“, stellte Peltram fest. Gleiches gilt für die Tabellensituation.

BCF Wolfratshausen - TSV 1865 Dachau  1:2 (1:2)

BCF: Pradl - Langenegger (71. Müller), Gobitaka, Scheck, Bavas (55. Kaya), Wolfinger (77.Gellner), Rödl, Rauch, Greg. Diep, Gil. Diep, Lehr.

Tore: 0:1 (29.) Doll, 1:1 (38.) Lehr, 1:2 (45.) Lamotte. - Gelbe Karten: Rödl (BCF), Beqiri (TSV). - Schiedsrichter: Thomas Berg (TSV Landshut-Auloh). - Zuschauer: 130.

Text: Oliver Rabuser

Quelle: fussball-vorort.de

auch interessant

Meistgelesen

Job gekündigt: Strobl setzt für 1860 alles auf eine Karte
Job gekündigt: Strobl setzt für 1860 alles auf eine Karte
Sieg gegen FC Bayern: Haching bleibt überirdisch!
Sieg gegen FC Bayern: Haching bleibt überirdisch!
Eching verkauft sich in Deisenhofen lange Zeit teuer
Eching verkauft sich in Deisenhofen lange Zeit teuer
Unterföhring gelingt in Heimstetten die Revanche
Unterföhring gelingt in Heimstetten die Revanche

Kommentare