Defensivspieler manövriert sich selbst ins Abseits

Xhavat Muriqi: Daniel Steinacher muss sich hinten anstellen

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Im Abseits: Daniel Steinacher ist nur zweite Wahl.

FC Ismaning – Mit neun Spielen ohne Niederlage sind die Fußballer des FC Ismaning derzeit das Team der Stunde in der Fußball-Bayernliga und haben Tuchfühlung zur Tabellenspitze.

Vor dem Gastspiel beim TSV Landsberg (Samstag, 14 Uhr) sieht Trainer Xhevat Muriqi aber keinen Grund, sich über die großen Themen wie etwa die Regionalliga zu unterhalten. Unter der Woche deutete der ehemalige Ismaninger Trainer Frank Schmöller an, dass seine Pullacher, die überlegenen Spitzenreiter, wohl auch diese Saison auf die Option Regionalliga verzichten werden. Vom aktuellen Zweiten Unterföhring hatten die Ismaninger vor diesem Wochenende fünf Punkte Abstand. Geht der Lauf des prominent besetzten FCI-Kaders weiter, könnten die Regionalligadiskussionen bald kommen. Muriqi winkt ab und verweist darauf, dass es da ganz andere Mannschaften gibt.

Der Coach blickt in Ismaning zunächst auf die kleinen Fortschritte: „Mein Ziel ist es, mit meiner Mannschaft immer besser zu werden, egal ob ich gerade Zehnter oder Dritter bin.“ Außerdem habe man erst 22 Punkte und das ist noch weit weg von den 40 Zählern, die für den sicheren Verbleib in der Bayernliga notwendig sind. Über mehr redet Muriqi erst, wenn dieses eigentliche Ziel erreicht ist.

So wie der Trainer in aller Ruhe mit Diskussionen über die im Umfeld schon aufkeimenden Träume einer Regionalliga-Rückkehr umgeht, so behandelt er auch eine besonders spannende Personalie. Daniel Steinacher, der in den vergangenen Jahren in Ismaning, Heimstetten und Garching stets Stammkraft war, muss sich nach zwei roten Karten derzeit hinten anstellen. „Daniel fügt sich gut in die Mannschaft ein“, sagt der Trainer und bestätigt dem nicht als einfach geltenden Kicker ein korrektes Verhalten. Steinacher habe sich mit den Platzverweisen selbst ins Abseits manövriert und müsse sich nun hinten anstellen wie jeder andere auch.

Für den neuen Stammspieler in der Innenverteidigung David Tomasevic sprechen die Statistiken. In den neun Spielen ohne Niederlage kassierte Ismaning neun Tore und drei davon bei dem etwas unkonzentrierten Auftritt gegen Schlusslicht Wolfratshausen. Zudem hat der Neuzugang bei elf Einsätzen auch schon zwei Tore geschossen. Personell ist der Kader für die Fahrt nach Landsberg gut beisammen. Alexander Buch muss nach seinem Einstieg ins Training und einem Rückschlag noch pausieren. Diese Woche kränkelte nur Xhevat Muriqi, „aber ich muss ja nicht spielen.“

Text: Nico Bauer

Voraussichtliche Aufstellung: Preußer (Hipper) – Beck, Ehret, Tomasevic, Siedlitzki – Fischer, Killer – Siebald, Vidovic (Ring) – Stijepic – Olwa-Luta.

Quelle: fussball-vorort.de

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