Pipinsrieder genießen die perfekte Welle

Yohoua bei tropischer Hitze eiskalt

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Treffsicher: FCP-Routinier Serge Yohoua.

FC Pipinsried - Da war sie, die perfekte Welle. Der FC Pipinsried hat in der Fußball-Bayernliga Süd mit einem verdienten 2:0-Auswärtserfolg beim SV Kirchanschöring den dritten Dreier innerhalb einer Woche gefeiert; besser gehts nicht.

Nach den beiden Erfolgen gegen Dachau und Kottern wollten die Pipinsrieder den Schwung nach Kirchanschöring mitnehmen – und das ist ihnen eindrucksvoll gelungen. So hat sich der FCP innerhalb von nur acht Tagen von einem Abstiegsplatz auf Rang acht in der Tabelle hochkatapultiert.

Die Mannschaft aus dem Dachauer Hinterland hatte beim Trip in den Rupertiwinkel zunächst mit Negativ-Erlebnissen zu kämpfen. Die erste Hiobsbotschaft kam von Atdhedon Lushi. Der so treffsichere Stürmer (vier Tore in den letzten beiden Spielen) musste nicht nur für das Match in Kirchanschöring passen, er fällt sogar noch länger aus.

„Er hat sich bei Spiel in Kottern eine Schulterverletzung zugezogen, gleich zwei Bänder sind abgerissen. Atdhedon wird uns ein paar Wochen fehlen“, berichtet FCP-Teammanager Roman Plesche. Zudem wird auch Marco Krammel seiner Mannschaft lange fehlen, er hat sich einen Muskelbündelriss im Oberschenkel zugezogen. Doch nicht nur die Ausfälle bereiteten Sorgen, ein Teil der Mannschaft steckte auf der Hinfahrt auf der Autobahn fest: Urlaubsreiseverkehr. Die bereits anwesenden Pipinsrieder Verantwortlichen beantragten am Spielort, das Match eine Viertelstunde später beginnen zu lassen, diesem Wunsch kamen die Unparteiischen und der Gastgeber nach. Dann ging es endlich los. Pipinsried stand taktisch nicht allzu tief, bot allerdings den konterstarken Gästen auch nicht die Möglichkeit, ihre Stärken in die Waagschale zu werden. Mit einem variablen 4-4-2-System machte die FCP-Mannschaft den Hausherren das Leben schwer, sie drückte dem Match ihren Pipinrieder Stempel auf.

Dem Spiel beider Teams waren natürlich die tropischen Temperaturen anzumerken. „Gott sei Dank gab es in beiden Halbzeiten die Trinkpausen. Das war heftig für ale Beteiligten“, meinte Plesche zur schweißtreibenden Angelegenheit im Kirchanschöringer Rund.

Nach verteiltem Spiel in der ersten Halbzeit war es dann FC-Stürmer Serge Yohoua, der einen kapitalen Abwehrschnitzer clever ausnutzte und das Spielgerät aus kurzer Distanz einschob. Danach zeigte Pipinsrieds Spielertrainer Fabian Hürzeler ein glückliches Händchen. Er wechselte den jungen Almir Hasanovic für Yohoua ein. In seinem ersten Saisonspiel zeigte sich Hasanovic hoch motiviert, der Kanadier ging sehr engagiert zu Werke und belohnte sich mit dem Treffer zum 2:0 selbst. „Er hat das Tor mit dem Spitz gemacht, dass sieht man heute nicht mehr sehr oft von einem Stürmer“, kommentierte FC-Manager Roman Plesche die Situation erfreut.

„Wir wussten, dass wir auch in Kirchanschöring Chancen bekommen würden. Diese haben wir dann eiskalt genutzt. Es war ziemlich klar, dass diejenige Mannschaft gewinnt, die das erste Tor schießt. Bei den Temperaturen einem Rückstand hinterherzulaufen, das ist heftig“, stellte FCP-Coach Hürzeler fest.

Dass sich der Gast lange Zeit schwer tat, war dem defensiven Können des Gastgebers geschuldet. „Es war deutlich zu sehen, wieso Kirchanschöring in den ersten acht Spielen nur acht Gegentreffer bekommen hat. Die verschieben sehr gut, defensive Fehler gibt es fast keine“, zeigte sich Plesche von dem Abwehrverhalten des SVK beeindruckt. Dass den Abwehrprofis trotzdem Fehler unterlaufen können, zeigte das 2:0 für Pipinsried...

Es war sicherlich nicht das beste Saisonspiel des FC Pipinsried, aber die Mannschaft von Fabian Hürzeler wächst immer besser zusammen. So wurde beispielsweise der Ausfall von Torjäger Lushi gut weggesteckt. „Natürlich sind wir zufrieden. Ich glaube wir haben verdient gewonnen, auch wenn wir nicht unsere bestes Spiel abgeliefert haben“, resümierte der Pipinsrieder Trainer Fabian Hürzeler. Ganz nebenbei beendete der Gast aus dem Dachauer Hinterland die Kirchanschöringer Heimspielserie. Der SVK war bis zum Match gegen Pipinsried ungeschlagen.

SV Kirchanschöring – FC Pipinsried 0:2 (0:0)

SV Kirchanschöring: Christian Schlosser, Albert Eder, Thaddäus Jell, Yunus Karayün (46. Maximilian Vogl), Maximilian Willinger (44. Yasin Gürcan), Manuel Omelanowsky, Martin Söll, Bernd Eimannsberger, Florian Hofmann (44. Stephan Schmidhuber), Maximilian Sturm, Manuel Jung

FC Pipinsried: Thomas Reichlmayr, Thomas Berger (87. Thomas Schreiner), Denny Herzig, Qemajl Beqiri, Arbnor Segashi, Fabian Hürzeler, Sebastian Mitterhuber, Gianluca Simari (73. Ünal Tosun), Serge Yohoua (62. Almir Hasanovic), Dennis Liebsch, Markus Achatz

Schiedsrichter: Fabian Kliger

Zuschauer: 432

Gelb-rote Karte: Thaddäus Jell (89.)

Tore:

0:1 (48.) – Serge Yohoua bestraft einen kapitalen Abwehrschnitzer der Hausherren eiskalt.

0:2 (75.) – Pipinsrieds Joker Almir Hasanovic macht mit dem Spitz alles klar.

Text: Bruno Haelke

Quelle: fussball-vorort.de

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