Eine Woche nach dem Landshut-Debakel

Zebras zeigen die richtige Reaktion

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Voller Einsatz: Rupert Poschenrieder (l.), Gonzalo Del Valle Ledesma (r.) und die anderen Fußballer des TSV Eching warfen am Samstag gegen Geretsried alles in die Waagschale – und wurden spät dafür belohnt.

Das 1:11 von Landshut war doch nur ein Ausrutscher. Gegen die Spitzenmannschaft des TuS Geretsried haben die Fußballer des TSV Eching mit einer starken Leistung ihre Landesliga-Tauglichkeit unter Beweis gestellt.

Eching - Der Ausgleichstreffer zum 2:2 (1:1)- Endstand in der Nachspielzeit war zwar glücklich, aber nach dem Spielverlauf wäre sogar mehr drin gewesen.In einem gleich mit Vollgas startenden Match hatte jedes Team sofort eine Torszene. In der vierten Minute traf ein Geretsrieder den Pfosten und im direkten Gegenzug dann Marco Doms das Tor. Der Außenbahnspieler der Zebras setzte sich im Strafraum im Stile eines Mittelstürmers durch und bugsierte den Ball unter dem Torwart hindurch in die Maschen. Mit einem Alleingang sorgten die Gäste allerdings auch recht bald für den Ausgleich (16.).In der Folgezeit der ersten Hälfte spielten nur noch die Echinger, bei denen Mittelstürmer Hassan Aden den Unterschied hätte machen können: Er lief zweimal alleine auf den Keeper zu und machte vor den Augen ehemaliger Echinger wie Ex-Coach Fredi Ostertag und Ex-Angreifer Marc Gundel nur das Tor nicht. In der guten ersten Halbzeit hätte sich Eching die Führung verdient gehabt. Und auch die Umstellung in der Mannschaft mit Co-Trainer Florian Bittner als Kommandogeber in der Viererabwehrkette machte sich positiv bemerkbar.

Nach der Pause sah die Partie aus der Sicht der Hausherren auch noch eine Weile ganz gut aus. In dieser Phase hatte Florian Höltl noch eine richtig gute Chance zur neuerlichen Führung, als er ganz alleine im Strafraum den Ball nicht voll traf (53.). Die Geretsrieder legten dann aber mit zunehmender Dauer den Hebel um, machten immer mehr Druck und verlagerten das Geschehen in Richtung Echinger Tor. Richtig eng wurde es für den TSV zunächst nur bei einer Ecke (75.), als die Gäste frei zum Abschluss kamen und eine richtig gute Möglichkeit liegenließen.

Acht Minuten vor dem Ende belohnte sich Geretsried dann aber doch mit dem Führungstreffer. Eching antwortete mit dem Mut der Verzweiflung – und das zahlte sich in der 91. Minute aus: Nach einer Ecke wuchtete der eingewechselte Christian Trasberger den Ball per Kopf ins lange Eck. Auf der Torlinie hätte auch noch Hassan Aden gestanden, um den Ball notfalls zu versenken. Wegen des engagierten Auftritts war der späte Ausgleich absolut verdient.

Trainer Willi Kalichman war sichtlich erleichtert, dass dank dieser Leistung wieder Ruhe bei den Zebras eingekehrt ist. Er lobte, dass seine Schützlinge kämpferisch alles rausgehauen haben und mit ihrer Einstellung zum Spiel die richtige Reaktion auf die Partie in Landshut gezeigt haben. Auch die acht Gelben Karten in einem nicht überharten Spiel dokumentierten den Echinger Kampfgeist, auf den aufgebaut werden kann. 

TSV Eching – TuS Geretsried 2:2 (1:1)Aufstellung: Kestler – Schuler, Poschenrieder (67. Trasberger), Bittner, Basic – Hahner (88. Erhard), Del Valle Ledesma (75. Adhil Maliq), Juric – Höltl, Doms – Aden.Tore: 1:0 Doms (5.), 1:1 Schrills (16.), 1:2 Latanski (82.), 2:2 Trasberger (90.+1).Gelbe Karten: Bittner, Juric, Basic, Schuler, Hahner, Poschenrieder, Doms, Adhil Maliq.Schiedsrichter: Daniel Uhrmann (Kaufbeuren).Zuschauer: 130.

Quelle: fussball-vorort.de

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