Haching mit der maximalen Ausbeute

Zweites Tor im zweiten Spiel: Hain in Torlaune

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Seht her, ich war´s: Stephan Hain jubelt auch in seinem zweiten Spiel für die Hachinger.

SpVgg Unterhaching - Vor 1600 Zuschauern zeigte die SpVgg Unterhaching dabei zwei Gesichter. Nach einer schwachen ersten Halbzeit reichte den Rot-Blauen ein starker zweiter Durchgang, um den vierten Sieg im vierten Saisonsieg einzufahren.

Plötzlich war es mucksmäuschenstill im Unterhachinger Sportpark, außer den Nieselregentropfen ertönten absolut keine Geräusche mehr. Mit einer ergreifenden Gedenkminute vor dem Anpfiff würdigten beide Mannschaften und die Zuschauer die jahrzehntelange Waschfrau der SpVgg Unterhaching, Liesl Leiminger – sie ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Erst nach der Zeremonie wurde Fußball gespielt: Haching gewann das Regionalliga-Heimspiel gegen Greuther Fürth II mit 2:0.

Die erste Hälfte begannen die Hachinger zunächst mit Zug nach vorn und spielten sich die ersten Chancen heraus. Nach einer Ecke von Sascha Bigalke verpasste Ulrich Taffertshofer das Tor per Kopfball knapp (7.). Ein Schuss von Thomas Steinherr aus spitzem Winkel wurde von den Gästen geblockt (8.).

In Folge ließen die Hachinger etwas nach und leisteten sich zahlreiche Fehlpässe. Die „Kleeblättler“ fanden immer besser ins Spiel. Fürths Daniel Steininger konnte zweimal Schüsse in Richtung Hachinger Tor abgeben, die allerdings ihr Ziel nicht fanden (10., 17.). Hachings Innenverteidiger Alexander Winkler konnte den anlaufenden Fürther Tim Danhof beim Schussversuch aus acht Metern gerade noch entscheidend stören (19.). Die Unachtsamkeiten in der Abwehr gingen weiter: SpVgg-Torwart Stefan Marinovic musste vor dem anlaufenden Mergim Bajrami in letzter Not klären (27.). Und in der Offensive lief bei den Rot-Blauen so gut wie gar nichts zusammen, mal abgesehen von zwei Distanzschussversuchen durch Alexander Piller (31., 41.).

In der zweiten Hälfte kam die Heimelf besser in Fahrt. Nachdem Ulrich Taffertshofer eine Flanke der Gäste im letzten Moment noch vor dem hinter ihm lauernden Gegenspieler geklärt hatte (51.), lief der Einbahnstraßenfußball in Richtung Fürther Tor weiter. Neuzugang Stephan Hain, zuvoir etwas blass geblieben, verpasste aus einer guten Schussposition im gegnerischen Strafraum die Führung (54.).

Die Hachinger versuchten es fortan mit der Brechstange. SpVgg-Trainer Claus Schromm wechselte Angreifer Vitalij Lux für Innenverteidiger Winkler ein und agierte anstatt mit einer Vierer- nur noch mit einer Dreierkette in der Abwehr. Bigalke setzte eine Flanke vom linken Flügel an den Außenpfosten (62.). Wenig später scheiterte Bigalke an Funk (67.).

Das Hachinger Anrennen wurde in der 73. Minute mit dem 1:0 belohnt: Hain erlief einen Steilpass und zielte flach an Funk vorbei ins Tor. Und es ging munter weiter: nach einer Vorlage mit der Hacke des eingewechselten Markus Einsiedler erzielte Bigalke das 2:0 (83.).

Liesl Leiminger hätte gestrahlt nach so einem Abend.

Text: Robert M. Frank

Quelle: fussball-vorort.de

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