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Bayerischer Sportpreis: EHC lädt Seehofer zum Training ein

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Der EHC bei der Verleihung des Bayerischen Sportpreises 2016.

München - Horst Seehofer musste ein wenig schmunzeln, als er bei der Verleihung des Bayerischen Sportpreises am Samstag die Mannschaft des EHC München empfing.

Elf Spieler des deutschen Eishockey-Meisters standen da in Reih und Glied, einer aber überragte sie alle: der Ministerpräsident (1,93 Meter). „Auf dem Eis sind sie furchterregend“, meinte Seehofer grinsend, „und jetzt erscheinen sie mir so normal, schmächtig.“

Die Retoure ließ nicht auf sich warten, der CSU-Chef erhielt prompt eine Einladung zu einem Training des EHC. Ob er sie annehme, wollte Markus Othmer wissen, der durch die Veranstaltung führte (ab 22 Uhr, BR). „Joa“, sagte der 67-Jährige zögerlich, „versuchen wir es mal.“

Die Worte vorher hatte er da schon mit mehr Bedacht gewählt. „Wenn Menschen von außen auf Bayern schauen, verbinden sie mit dem Sport vor allem den FC Bayern und das ist gut so“, betonte Seehofer. „Aber es gibt daneben noch viele sportliche Erfolgsgeschichten in Bayern – eine hat der Eishockey geschrieben.“ Die des EHC ist die präsenteste, aber aus bayerischer Sicht nicht die einzige.

Weitere sind die der Familie Kühnhackl. Erich prägte eine Eishockey-Ära und wurde dafür nun mit dem Preis für das sportliche Lebenswerk geehrt. Sohn Tom (1,89 Meter), seit Kurzem Stanley-Cup-Sieger, blickte gleich im doppelten Sinn zum Papa (1,96 Meter) auf. „Ich bin stolz“, sagte Tom, „so eine Person als Vater und Vorbild zu haben.“

Für ihre mentale Größe erhielten Gela Allmann und Joshua Bluhm die Auszeichnung in der Jetzt-erst-recht-Kategorie. Die Bergsportlerin Allmann stürzte bei einer Skitour in Island vor rund zwei Jahren 800 Meter in die Tiefe, überlebte schwer verletzt und kämpft sich noch heute zurück.

Bobfahrer Bluhm verlor vor einem Jahr die Kontrolle über sein Motorrad, erlitt schwere Verletzungen. ­„Joshi“, sagte Bob-Pilot Johannes Lochner aber in seiner rührenden Laudatio, „Du bist kein Bremser, sondern ein Anschieber – und zwar der Beste.“ Nur 201 Tage nach dem Unfall holten sie zusammen WM-Silber. 

so

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