"Faires Ergebnis" gegen favorisierte Schweden

Alles drin in der CHL! EHC holt Hinspiel-Remis gegen Lakers

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Jerome Flaake (Mitte) bejubelt seinen Treffer zum 1:1-Ausgleich.

München - Im Sechzehntelfinal-Hinspiel der Champions Hockey League erkämpfte sich der EHC Red Bull München ein Remis gegen das schwedische Spitzenteam Växjö Lakers. Doch da war mehr drin.

Da war noch mehr drin für den EHC Red Bull München. Im Sechzehntelfinal-Hinspiel der Champions Hockey League (CHL) trennte sich der stark spielende Deutsche Meister vom schwedischen Spitzenteam Växjö Lakers mit 1:1 (0:1, 1:0, 0:0). Dennoch war Coach Don Jackson zufrieden mit seinem Team: „Das war ein großartiges Spiel.“ Jerome Flaake sprach von einem „fairen Ergebnis“, dennoch ärgerte ihn die mangelnde Chancenverwertung etwas: „Das ist schon krass gerade.“

Im Rückspiel am Dienstag benötigt der EHC nun einen Sieg, um das Achtelfinale zu erreichen. Eine Auswärtstor-Regel wie im Fußball gibt es dann aber nicht, bei Gleichstand nach Hin- und Rückspiel folgt direkt eine Verlängerung mit Sudden-Death.

Die 2090 Fans in der aufgrund der frühen Face-off-Zeit nur spärlich besetzten Olympia-Eishalle sahen einen ereignisarmen Beginn, in dem sich die Red Bulls eine optische Feldüberlegenheit erspielten. Die erste Mega-Chance ging allerdings auf das Konto der favorisieren Gäste, doch Keeper David Leggio parierte hervorragend. Wenige Sekunden später scheiterte Jon Matsumoto alleine vor dem Lakers-Kasten (5.). Die Hausherren überstanden anschließend souverän eine fünfminütige Unterzahlsituation. Mads Christensen musste mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vom Eis.

Nach 15 Minuten jubelten die Münchner Fans bereits, doch der Puck hatte die Torlinie nicht überschritten – das zeigte der Videobeweis. Stattdessen nutzten die Schweden eine ihrer wenigen Chancen zur Führung. Einen Schuss von Cory Murphy konnte Leggio noch parieren, den Abpraller netzte Adam Brodecki mit etwas Glück zum 0:1 ein (18.).

In Abschnitt zwei verflachte die Partie etwas, jedoch hatten nun die Lakers die insgesamt gefährlicheren Toraktionen – auch wenn der EHC optisch überlegen blieb. Das Manko: Die Jackson-Truppe brachte zu wenig Scheiben auf das Tor der Gäste. Gegen Ende des Mitteldrittels zogen die Red Bulls dann aber angestachelt von der ersten eigenen Überzahl ein echtes Powerplay auf, schossen aus allen Rohren. Schließlich war es Jerome Flaake, der einen von Goalie Victor Andren abgewehrten Schuss von Jason Jaffray 15 Sekunden vor der Pausensirene zum verdienten 1:1 einschießen konnte.

Im Schlussdrittel verpassten es Flaake (47.), Matsumoto (48.) und Kastner (52.) dem EHC eine noch bessere Ausgangsposition zu verschaffen, um erstmals die Runde der letzten 16 Mannschaften in der Königsklasse zu erreichen.

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