tz-Experten-Kolumne

Kastner nach CHL-Aus: "Es war deutlich mehr für uns drin"

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Maximilian Kastner spielt beim EHC München.

München - Nach dem Aus in der Champions League wollen die EHC-Spieler nicht den Kopf hängen lassen. Eine Kolumne von Maximilian Kastner, EHC-Spieler.

Angefressen trifft es wohl ganz gut. Nach der Niederlage in Växjö (3:4) haben sich Spieler, Trainer und unser ganzer Tross gleichermaßen geärgert, einfach weil mehr drin gewesen wäre. Schon beim 1:1 im Hinspiel hatten wir die Chance auf den Sieg, und auch am Dienstag in Schweden haben wir nicht schlecht gespielt und hatten nach zwischenzeitlicher Führung den Achtelfinaleinzug vor Augen.

Was letztlich den Ausschlag gegeben hat, waren die mangelnde Chancenauswertung und ein paar Strafzeiten, die wir zu viel kassiert haben. Das hat viel Kraft gekostet. Nach der Auslosung haben uns die wenigsten Experten das Weiterkommen zugetraut, und auch wir wussten, dass schwedische Mannschaften immer starkes, schnelles und technisch anspruchsvolles Eishockey spielen. Aber uns war auch klar, dass wir uns vor niemandem verstecken brauchen.

Am Ende hätten wir uns zwar sicher mehr erwartet, aber das Trainerteam hat gesehen, dass der Einsatz wieder einmal gestimmt hat, deswegen waren sie auch nicht sauer. Unser aller Blick richtet sich nun nach vorn, schließlich erwartet uns am Freitag in Iserlohn die nächste schwere Aufgabe in der ­Liga. Nach unserer Rückkehr am Mittwochnachmittag war der restliche Tag frei, am Donnerstag trainieren wir wieder. Wenn wir unser System in Iserlohn durchziehen und so spielen wie in Växjö, werden wir keine Probleme haben.

Ich will damit nicht sagen, dass wir Iserlohn unterschätzen, die Mannschaft ist immer für eine Überraschung gut und die Fans stehen bedingungslos hinter ihrem Team, aber unser Selbstvertrauen ist auch nach dem CL-Aus groß genug, dass wir weiter an uns glauben. Und wenn ich unserem Ausscheiden irgendetwas Gutes abgewinnen soll, dann, dass wir statt dem Viertelfinale ein bisschen Freizeit haben. Speziell die Ehefrauen meiner Teamkollegen dürften sich darüber freuen. Wir Spieler hätten natürlich gerne gespielt.

von Maximilian Kastner, Spieler des EHC Red Bull München

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