Red Bulls drehen Partie

Derbysieger nach Rückstand: EHC ringt Ingolstadt nieder

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Keith Aucoin (Nr. 11) bejubelt seinen Treffer zum 1:2-Anschlusstreffer.

München - Der EHC Red Bull München gewinnt das Derby gegen den ERC Ingolstadt nach einem Zwei-Tore-Rückstand nach Penaltyschießen.

Was für ein packendes und spannendes Derby – mit dem EHC Red Bull München als glücklichen Sieger! Gegen den ERC Ingolstadt hieß es am Sonntagabend am Ende 3:2 (0:2, 1:0, 1:0, 1:0), Kapitän Michael Wolf verwandelte im Shootout den entscheidenden Penalty.

Einige der 3570 Zuschauer hatten ihren Platz im Olympia-Eisstadion noch gar nicht eingenommen, da schepperte es bereits im Tor der Gastgeber. Nach nur neun Sekunden (!) überwand Thomas Pielmeier EHC-Keeper Danny aus den Birken, der den Puck aus spitzem Winkel ins Tor rutschen ließ – 0:1. Der Meister kämpfte sich ins Spiel, verzeichnete im Verlauf des ersten Drittels deutlich mehr Torschüsse, doch die Chancen von Seidenberg (4.), Flaake (6.) oder Kahun (11.) fanden nicht den Weg ins Netz. Auch in Unterzahl blieb der EHC gefährlich, Wolf (16.) und Jaffray (17.) scheiterten aber mit ihren Kontern an ERC-Keeper Timo Pielmeier. Stattdessen ließen sich die Red Bulls hinten übertölpeln, Ex-EHC-Star Martin Buchwieser erzielte per Bauerntrick 103 Sekunden vor der Pause das 0:2 (19.).

Auch im zweiten Abschnitt lauerte Ingolstadt auf Fehler der Hausherren, die sich in der Defensive immer wieder Fehler leisteten, Danny Irmen hatte in der 23. Minute gar das 0:3 auf dem Schläger. In der Folge nahm der Druck der Red Bulls aber immer weiter zu, Jaffray scheiterte innerhalb weniger Sekunden zweimal an Pielmeier (25.). In der 35. Minute schoss Keith Aucoin dann die Scheibe mit einem Schlenzer unter die Latte zum 1:2-Anschlusstreffer ein.

Im Schlussdrittel tat sich der EHC lange Zeit sehr schwer, Ingolstadt machte der Truppe von Don Jackson das Leben extrem schwer. Erst nach zehn gespielten Minuten zogen die Hausherren ein einige Minuten lang dauerndes, packendes Powerplay auf, schnürten die Gäste ins eigene Drittel ein. Das weckte auch die Münchner Fans noch einmal auf. Allerdings wollte der Puck zunächst nicht ins ERC-Tor, was vor allem am glänzend aufgelegten Pielmeier zwischen den Pfosten lag. Bis zur 57. Minute, da hämmerte Deron Quint in Überzahl die Hartgummischeibe mit Gewalt zum verdienten 2:2-Ausgleich ins Netz. Dabei blieb es bis zum Ende der Verlängerung. Dann kam Wolf.

Am Dienstag geht es für den EHC gegen Schwenningen.

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