Müde Champions zurück in München - Video

Fans empfangen den Meister - große EHC-Party am Montag

München - Am frühen Samstagmorgen kehrte der EHC Red Bull München als neuer Deutscher Meister zurück in die Heimat. Einige Fans bereiteten dem Team einen gebührenden Empfang.

Update vom 6. Mai 2016: Nach den DEL-Playoffs geht es in Russland weiter: Hier finden Sie den Spielplan zur Eishockey-WM 2016 als PDF, sowie alle Termine und Ergebnisse.

Die große Partysause nach dem ersten Meistertitel für den EHC München begann noch in Wolfsburg auf dem Eis. Schon bevor Kapitän Michael Wolf um 22.19 Uhr den Silberpokal der Deutschen Eishockey Liga in die Höhe reckte, mussten seine Mitspieler im Slalom etliche leere Bierflaschen umkurven. "Ich denke, es wird eine lange Nacht. Es wird nicht so viel Schlaf dabei sein", kündigte Wolf nach dem auch für ihn persönlichen ersten Titel an.

Das Team hatte nach dem erstmaligen Gewinn des Meistertitels zunächst noch einige Stunden auf dem Eis, in der Kabine und später im Teamhotel in Braunschweig gefeiert. Gegen 2.00 Uhr in der Nacht ging es dann mit dem Bus zurück nach München. "Der ein oder andere hat vielleicht etwas Schlaf gefunden", kommentierte ein Clubsprecher. Bei der Ankunft am Olympia-Eisstadion gegen 9:00 Uhr wurde das Team inklusive Meisterpokal von rund 300 Fans in Empfang genommen und bejubelt. Dem EHC-Tross war die kurze Nacht dabei deutlich anzusehen.

Nach der Ankunft in München zog das Team sogleich weiter zum Stammitaliener. Auch am Abend war noch eine Mannschaftsparty geplant. "Das ziehen wir jetzt durch. So oft waren wir ja noch nicht Meister", sagte der Sprecher.

Der weitere Feierplan steht auch schon fest. Das Wochenende nutzen die Red Bulls zum Regenerieren, am Montag stehen dann die offiziellen Feierlichkeiten an. Bereits um 16:30 Uhr wird das Team von Cheftrainer Don Jackson im Münchner Rathaus von Oberbürgermeister Dieter Reiter empfangen und für den Gewinn der Meisterschaft geehrt. Es folgt der Eintrag in das „Goldene Buch der Landeshauptstadt München“. Die Party im Olympiapark beginnt um 17.30 Uhr auf dem Coubertinplatz mit einer Bühne, Leinwänden und Freibier. Das Team wird gegen 18.45 Uhr erwartet.

EHC-Trainer Don Jackson: "Das waren Tränen der Freude"

Das 5:3 (2:2, 1:1, 2:0) des EHC bei den Grizzlys Wolfsburg am Freitag löste beim Favoriten ganz unterschiedliche Emotionen aus. Die meisten Spieler ließen ihren Gefühlen freien Lauf; sie schrien ihre Freude wie kleine Jungs immer wieder heraus, bespritzten sich gegenseitig mit Bier und starteten Videoanrufe über ihre Smartphones mit den daheim gebliebenen Familien. "Es gibt keinen Plan, das ist der beste Plan. Den Alkohol muss man fließen lassen. Das haben wir uns verdient. Es waren harte Wochen", verkündete Nationalstürmer Frank Mauer. Doch mittlerweile gibt es den Plan ja.

Trainer-Ikone und Titel-Hamster Don Jackson wurde dagegen ganz ruhig und genoss mit feuchten Augen Momente der Rührung, obwohl es bereits der sechste DEL-Titel des US-Amerikaners war. "Das waren Tränen der Freude, ganz klar. Das ist sehr emotional", meinte der erfolgsverwöhnte 59-Jährige, der mit den Eisbären Berlin bereits fünfmal deutscher Meister geworden war.

"Jungs zu sehen, die zum ersten Mal einen Titel holen, das gibt dir einen Thrill", meinte Jackson weiter in Anspielung auf gestandene DEL-Größen wie den bereits 35 Jahre alten ehemaligen Nationalmannschaftskapitän Michael Wolf oder dessen Sturmkollegen Yannic Seidenberg (32). "Das ist etwas besonderes. Das wird man nie vergessen, davon kriegt man nie genug", meinte der Bruder von Stanley-Cup-Sieger Dennis Seidenberg, der unmittelbar nach Spielende ebenfalls per Videoanruf gratulierte.

Im Moment des Triumphes fühlten sich die Münchener stark genug, weitere Großtaten anzukündigen. "Natürlich wollen wir eine Ära prägen", meinte Wolf. "Endlich hat es geklappt. Dieses Jahr hatten wir das perfekte Team dazu" meinte Seidenberg nach dem souveränen "sweep" - dem Gewinn der Serie ohne eine einzige Niederlage.

fw mit dpa

Rubriklistenbild: © EHC Red Bull München auf Twitter

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