Red Bulls stellen die Serie in Wolfsburg auf 2:0

EHC dreht Partie und gewinnt Final-Spiel zwei

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Yannic Seidenberg (l.) freut sich mit Jason Jaffray über dessen Treffer.

Wolfsburg - Der EHC Red Bull München hat das wichtige zweite Spiel im Finale der DEL-Playoffs bei den Grizzlys Wolfsburg gewonnen. Dabei drehte der EHC einen 0:2-Rückstand.

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Der EHC Red Bull München kann mit einem Sieg bei den Grizzlys Wolfsburg am Freitag erstmals Deutscher Meister werden. Wir berichten den ganzen Tag über im Ticker und sind beim Spiel am Abend live vor Ort in Wolfsburg. Hier geht's zum Ticker: Grizzlys Wolfsburg - EHC Red Bull München

EHC dreht Partie in Wolfsburg und gewinnt Final-Spiel zwei: Der Spielbericht

Was für ein Krimi! Der EHC Red Bull München hat nach einem erneut atemberaubenden Duell das zweite Final-Spiel gegen die Grizzlys Wolfsburg gewonnen und führt in der Serie um den Meistertitel jetzt mit 2:0. Am Sonntag gewann der Hauptrundenerste mit 5:4 (1:2, 2:0, 2:2) bei den Niedersachsen. „Wir hatten einen schlechten Start ins Spiel“, sagte Headcoach Don Jackson nach der Partie, aber „wir waren geduldig und haben großen Charakter gezeigt.“

Angestachelt von der Overtime-Niederlage am Freitag starten die Hausherren vor 4503 Zuschauern mit Schaum vor dem Mund in das zweite Duell. Die Red Bulls hatten große Probleme und nach nur 117 Sekunden schlug der Puck hinter EHC-Keeper David Leggio ein. Keith Aucoin verlor die Scheibe leichtsinnig an der blauen Linie und der Ex-Münchner Brent Aubin nutzte das eiskalt aus – 1:0 für Wolfsburg. Doch dem nicht genug, Vincenz Mayer erhöhte nach einem mustergültig ausgespielten Konter auf 2:0 (6.). "Wolfsburg hat hart begonnen, dafür waren wir leider nicht bereit ", gab Frank Mauer zu. Umso wichtiger war der Anschlusstreffer durch Jeremy Dehner (9.), der jedoch zunächst umstritten war, da Grizzlys-Keeper Felix Brückmann wenige Sekunden zuvor bei einem Zusammenprall mit Yannic Seidenberg die Maske verrutscht war. Doch er zählte. Danach agierte die Truppe von Don Jackson besser, trotzdem ging es mit dem Rückstand in die erste Pause.

Aufregung: Wolfsburger Tor nach Videobeweis aberkannt

Im zweiten Abschnitt begegneten sich die Teams dann auf Augenhöhe, nachdem beide ihre Reihen etwas umgestellt hatten. Mads Christensen, Steve Pinizzotto und Matt Smaby scheiterten an Brückmann, doch in der 33. Minute fiel der Ausgleich für München: Pinizzotto erkämpfte sich selbst den Puck und schloss sein Solo zum 2:2 ab (33.). Und nur 45 Sekunden später war es Yannic Seidenberg, der einen Pass von Jason Jaffray von hinter dem Tor lässig ins Netz einschob – das Spiel war gedreht (34.). Für große Aufregung in der jetzt immer emotionaler und härter geführten Partie war der nach Videobeweis aberkannte Ausgleich für die Grizzlys. Vincenz Mayer hatte den Puck mit der Hacke wie ein Fußballer ins Tor gelenkt (37.).

Im Schlussabschnitt hatte der EHC das Spielgeschehen im Griff, ließ Wolfsburg kaum noch vor das Tor kommen. In doppelter Überzahl stellten Jason Jaffray (53.) und Dominik Kahun (54.) mit einem weiteren Doppelschlag auf 5:2– die Entscheidung? Nein, denn nur knapp eine Minute später verkürzte James Sharrow. Der Weckruf für die Grizzlys, die nun alles nach vorne warfen. Und als Wolfsburg-Trainer Pavel Gross seinen Keeper Brückmann vom Eis nahm, erzielte Mark Voakes nach einem Fehler von Dehner sogar noch den 4:5-Anschlusstreffer. Doch zu mehr reichte es nicht mehr. Tobi Wörle: "David Leggio hat uns das Spiel gerettet."

Die Final-Serie zwischen dem EHC Red Bull München und den Grizzlys Wolfsburg

Spiel 1: EHC Red Bull München - Grizzlys Wolfsburg 2:1 nach Overtime

Spiel 2: Grizzlys Wolfsburg - EHC Red Bull München 4:5

Spiel 3: EHC Red Bull München - Grizzlys Wolfsburg 4:1

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