Insgesamt verdiente Pleite

EHC kassiert Heimniederlage im Derby gegen Nürnberg

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Yannic Seidenberg (l., hier gegen Patrick Buzas) erzielte das zwischenzeitliche 1:1, am Ende verlor der EHC aber gegen Nürnberg.

München - Nach einer insgesamt schwachen Vorstellung unterliegt der EHC Red Bull München den Ice Tigers aus Nürnberg verdient. Die Gäste agierten abgeklärter.

Erste Heimniederlage für den EHC Red Bull München in dieser DEL-Saison. Am Freitagabend unterlag der Meister in heimischer Halle den Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg mit 2:4 (1:1, 1:1, 0:2). Vom immens starken Auftritt beim 1:1-Remis am Dienstag in der Champions Hockey League (CHL) gegen die Växjö Lakers war vor 3920 Fans kaum etwas zu sehen.

Die Hausherren fanden zu Beginn überhaupt nicht zu ihrem Spiel, Nürnberg bestimmte die Partie. Mit dem ersten Überzahlspiel hofften die Fans, dass das Spiel kippt – doch es kam ganz anders. Einen Fehlpass im Aufbauspiel der Red Bulls nutzte Patrick Reimer, der sich den Puck schnappte und konnte durch Jon Matsumoto nur unfair gestoppt werden. Den fälligen Penalty versenkte Reimer zum 0:1 (6.). Die Ice Tigers blieben das gefährlichere Team, nutzten ihre zahlreichen Chancen aber nicht. Der Ausgleich für den EHC kam ebenso überraschend wie glücklich zustande. Einen Querpass von Yannic Seidenberg lenkte Marcus Weber ins eigene Tor (17.).

Bereits nach 68 Sekunden in Abschnitt zwei ging Nürnberg wieder in Führung. Erneut patzte der EHC im Aufbau, die Gäste ließen sich die resultierende Zwei-auf-eins-Situation nicht nehmen. Leonhard Pföderl versenkte das Zuspiel von Andrew Kozek zur erneuten Ice-Tigers-Führung. Doch nur neun Sekunden später konnten die Red Bulls in Person von Dominik Kahun die Antwort liefern und wieder den Gleichstand herstellen (jeweils 22.). Der EHC hatte nun einen Tick mehr vom Spiel, weitere Tore fielen aber nicht.

Das Schlussdrittel dominierten schließlich die Hausherren, die beste Chance ließ Kahun liegen, als er alleine vor Jochen Reimer nur die Latte traf. In der 51. Minute fiel dann das 3:2 – allerdings überraschenderweise für Nürnberg, Jesse Blaker überwand Danny aus den Birken. Trainer Don Jackson setzte alles auf eine Karte, nahm über drei Minuten vor dem Ende den Torhüter vom Eis – und das nutzte Patrick Reimer zur endgültigen Entscheidung (58.).

Am Sonntag geht es für den DEL-Champion nach Mannheim zum Meister von 2015. Über Frankfurt reist die Jackson-Truppe anschließend direkt zum CHL-Rückspiel in Schweden, das am Dienstag ansteht - hier sehen Sie die Partie Växjö Lakers gegen EHC Red Bull München live im TV und Live-Stream.

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