5:4 gegen Kölner Haie

Was für ein Schluss! EHC steht im Finale der Playoffs

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Finale, oho! Der EHC Red Bull München bezwingt die Kölner Haie in Spiel 5.

München - Was für ein Finish! Die Kölner Haie geben sich bis zur letzten Sekunde nicht auf, doch der EHC Red Bull München behält die Oberhand und zieht nach einer packenden Schlussphase ins Finale ein.

Update vom 3. Mai 2016: Hier finden Sie den Spielplan zur Eishockey-WM 2016 als PDF, außerdem sind dort alle Termine und Ergebnisse aufgelistet.

Der EHC Red Bull München kann mit einem Sieg bei den Grizzlys Wolfsburg am Freitag erstmals Deutscher Meister werden. Wir berichten den ganzen Tag über im Ticker und sind beim Spiel am Abend live vor Ort in Wolfsburg. Hier geht's zum Ticker: Grizzlys Wolfsburg - EHC Red Bull München

23,1 Sekunden leuchteten noch auf der Uhr, als die Zuschauer in der ausverkauften Olympia-Halle förmlich ausflippten. Die Kölner Haie hatten sich gerade eben mit dem Unentschieden zurückgemeldet, als Franky Mauer die Antwort parat hatte. Der Stürmer machte mit seinem Treffer zum 5:4 (3:1, 0:1, 2:2) den ersten Final-Einzug des EHC Red Bull München klar.

Dass die Kölner sich nicht kampflos ergeben würden, machten sie von der ersten Sekunde an deutlich. Zwei Minuten dauerte es, bis Charles Stephens den ersten gefährlichen Warnschuss der Rheinländer abgab, wenn auch knapp an EHC-Goalie David Leggio vorbei. Auf der anderen Seite attackierten die Haie die Münchner schon früh, um tunlichst den vermeintlich entscheidenden frühen Gegentreffer zu vermeiden. Doch schon die erste Strafzeit – es erwischte Daniel Syvret – brachte die Gäste aus dem Konzept. Das Powerplay der Red Bulls dauerte gerade einmal acht Sekunden, bis Toni Söderholm die Scheibe zum 1:0 in die Maschen hämmerte (4.).

EHC nutzt seine Überzahlen konsequenter

Mit der Führung waren die Red Bulls deutlich besser im Spiel. So sehr, dass sie prompt auf 2:0 stellten: Nach einem Konter gewann Mauer das Duell mit Keeper Gustaf Wesslau, der EHC-Stürmer netzte ins kurze Eck ein (9.). Doch die Haie antworteten nur 80 Sekunden später, indem Philip Gogulla einen Schlagschuss zum 2:1 abfälschte. Die Hausherren nutzten aber gleich ihre nächste Überzahl: Mads Christensen hielt nach einem Abschluss von Jeremy Dehner noch den Schläger hin und war so zum 3:1 (12.) erfolgreich. Die Hausherren waren auf Final-Kurs, sollte man meinen.

Aber die Kölner steckten nicht auf. Gerade einmal neun Sekunden in Überzahl, besorgte Ryan Jones den 3:2-Anschlusstreffer (23.). Damit wurde schnell klar: Es war noch längst nichts entschieden. Köln warf noch einmal alles in die Waagschale, während sich die Red Bulls aufopferungsvoll in die Schüsse warfen. Bis Jerome Samson nach einem Zweikampf blutend vom Eis musste, nach einer gut fünfminütigen Behandlungspause aber wieder einsatzbereit war. So war er wieder dabei, als die Haie eine doppelte Überzahl nahezu schadlos überstanden, weil von den Münchnern zu wenig kam. Die Rheinländer wurden mehr und mehr offensiver, sodass der EHC Platz zum Kontern hatten. So geschehen im Fall von Michi Wolf, der am Ende aber an Wesslau scheiterte (40.).

Die Haie blieben dem Stil treu, und die Red Bulls zogen Profit darauf. Mauer startete einen Konter und legte quer auf Dominik Kahun, der nur noch ins verwaiste Eck zum 4:2 einschieben musste (43.). Doch Köln lebte weiter, verkürzte erneut durch Falk (50.) und glich in 6:4-Überzahl ohne Goalie durch Dragan Umicevic zum 4:4 aus (60.). 34 Sekunden waren noch auf der Uhr. Elf davon brauchten die Red Bulls, um durch Mauer alles klar zu machen.

Hier gibt es das Spiel zum Nachlesen im Ticker.

Die Final-Serie zwischen dem EHC Red Bull München und den Grizzlys Wolfsburg

Spiel 1: EHC Red Bull München - Grizzlys Wolfsburg 2:1 nach Overtime

Spiel 2: Grizzlys Wolfsburg - EHC Red Bull München 4:5

Spiel 3: EHC Red Bull München - Grizzlys Wolfsburg 4:1

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