Niederlage zum Saison-Start

Fehlstart für EHC - 123 Sekunden Tiefschlaf besiegeln Pleite

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Yannic Seidenberg (r.) im Zweikampf mit Kölns Nicolas Krämmer.

Köln - Der EHC Red Bull München verliert das DEL-Auftaktspiel bei den Kölner Haien. Der Meister war über weite Stecken das bessere Team, doch ein Tiefschlaf im Mitteldrittel besiegelte die Pleite.

Fehlstart für den EHC Red Bull München in die neue DEL-Saison! Der Deutsche Meister verlor am Freitagabend sein Auftaktspiel bei den Kölner Haien mit 1:3 (0:0, 0:3, 1:0) – und das, obwohl das Team von Chefcoach Don Jackson insgesamt die besseren Chancen hatte. Mangelnde Effizienz vor dem Tor und ein 123 Sekunden langer Tiefschlaf besiegelten die Pleite beim Titel-Mitfavoriten.

„Wir waren über weite Strecken die bessere Mannschaft und haben den Ton angegeben, aber die Tore nicht gemacht“, haderte EHC-Kapitän Michael Wolf nach der Partie. „Köln macht in drei Minuten die Tore, recht viel mehr haben sie nicht gehabt.“

Der Meister fand vor 17.207 Zuschauern in der Lanxess Arena schneller in die Partie. Konrad Abeltshauser vergab freistehend die Chance auf das frühe Führungstor (5.), auch Kapitän Michael Wolf konnte einen Alleingang nicht verwerten (10.). Weitere gute Chancen ließen Keith Aucoin, Jon Matsumoto und der Jerome Flaake ungenutzt. Auf Seiten der Hausherren hatten Patrick Hager und Cory Potter Chancen, doch insgesamt waren die Red Bulls die bestimmende Mannschaft in einem hochklassigen und intensiven Auftaktspiel.

Zu Beginn des zweiten Drittels schien sich der Spielverlauf fortzusetzen, aber Aucoin und Deron Quint scheiterten in den ersten Minuten. Dann platzte der Knoten – allerdings zu Gunsten der Haie. Zunächst nutzte Shawn Lalonde ein Überzahlspiel der Gastgeber zur zu diesem Zeitpunkt etwas glücklichen Führung für Köln, als er freistehend David Leggio überwinden konnte. Und nur 18 Sekunden später war es Ryan Jones, der den Puck zwischen dem Schoner von Leggio und dem Pfosten zum 2:0 ins Tor bugsierte (25.).

Ein Doppelschlag, der Wirkung zeigte, denn die Kölner Haie nahmen damit das Heft des Handelns in die Hand. Den Münchnern war der Schock deutlich anzumerken – und weitere 105 Sekunden später klingelte es erneut im EHC-Tor. Nicolas Krämmer tauchte vollkommen frei vor Leggio auf, umkurvte den Keeper und schob zum 3:0 ein (27.). Der Jackson-Truppe war der Frust deutlich anzumerken, Köln hätte sogar noch einen drauflegen können.

Im Schlussabschnitt keimte noch einmal Hoffnung auf, als Frank Mauer bei angezeigter Strafe für Köln nach einem Pass von Dominik Kahun verkürzen konnte (43.), doch zu mehr reichte es nicht mehr. Köln machte hinten dicht und den Rest erledigte der glänzend aufgelegte Haie-Goalie Gustaf Wesslau. Köln gelang mit dem 3:1 die Revanche für das Halbfinal-Aus gegen München im April.

„Man kann viel Positives mitnehmen, darauf müssen wir aufbauen“, sagte Wolf. Und zwar in Wolfsburg, wo die Münchner am Sonntag (16:30 Uhr) ranmüssen.

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