Jackson nimmt den „soliden Sieg“

EHC bleibt CHL-Gruppenzweiter – Nachsicht mit Leggio

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Deckel drauf: Das war das dritte Tor für den EHC München durch Kapitän Michael Wolf.

München – Ein Tor fehlte dem EHC Red Bull München, um doch noch nach dem Gruppensieg zu greifen. So ist das letzte CHL-Gruppenspiel gegen Orli Znojmo am Freitag nur noch für die Statistik.

Die Kassen öffneten gleich nach dem 3:1-Sieg des EHC München über Fribourg-Gotteron am Dienstagabend, Tickets waren erhältlich fürs nächste Spiel in der Champions Hockey League am Freitag (19.30 Uhr) gegen Orli Znojmo aus Tschechien. Doch warum sollte man da hingehen?

Es ist gut gelaufen für den EHC – aber auch ein bisschen dumm: Vor dem letzten Spiel in der Vorrundengruppe der Champions League hat er sich für die Playoffs (32er-Runde) qualifiziert, doch er kann seine Platzierung nicht mehr verändern. Fribourg ist und bleibt Erster, weil es den direkten Vergleich mit München für sich entschieden hat: 3:0-Sieg plus 1:3-Niederlage macht 4:3 Tore. Da kann der EHC am Freitag Znojmo wegschießen, wie er will. Drei Siege aus vier Partien reichen nur zu Rang zwei.

Theoretisch hätte EHC-Trainer Don Jackson im Rückspiel gegen Fribourg am Ende den Torwart rausnehmen können, um den direkten Vergleich noch zu gewinnen. Doch wer macht das schon bei einer eigenen Zwei-Tore-Führung? Jackson hatte diese Variante gar nicht erst erwogen, „wichtiger war mir“, sagt er, „der Mannschaft das Gefühl eines soliden Sieges zu geben“. 3:1 gegen einen Schweizer Klub, das ist okay. Und man sollte die CHL auch nicht überbewerten. „Wir wollen weiterkommen als im letzten Jahr“, so Don Jackson. Das Abschneiden damals: Aus im Sechzehntelfinale.

Die Runde der 32 hat der EHC erneut erreicht. Als Gruppenzweiter wird er auf einen Gruppenersten treffen, theoretisch könnte das eines der anderen deutschen Teams sein – jedoch auch ein Klub aus der starken nordeuropäischen Fraktion.

Ungewöhnlich für München war die ausufernde Zahl an Strafminuten (65). Die Spieldauerdisziplinarstrafe von Torhüter David Leggio (13. Minute) wegen Nachschlagens mit der Stockhand fiel bei dieser Statistik ins Gewicht. Don Jackson zürnte seiner Nummer eins aber nicht: „Wir müssen nicht jeden Fehler extra bestrafen. Wichtig ist mir eine professionelle Reaktion, und David hat sich gleich entschuldigt.“

Am Freitag wartet auf den EHC ein bedeutungslos gewordenes CHL-Spiel. Zumindest ist es die letzte Probe vor dem DEL-Start (16. September in Köln) – und zudem der Heimauftritt, der über zwei Wochen vorhalten muss: Denn erst am 25. September hat München in der Liga sein erstes Heimspiel. Dann gegen Augsburg. Bedeutungsvoll.

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