Mit Rückenwind ins Wiesn-Derby gegen Augsburg

Sieg in Berlin! Red Bulls drehen Partie nach frühem Rückstand

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Konrad Abeltshauser (l.) im Duell mit Berlins Laurin Braun.

Berlin - Mit einem Auswärtssieg bei Titelaspirant Eisbären Berlin ist der EHC Red Bull München ins zweite DEL-Wochenende gestartet. Dabei drehte der Meister einen Zwei-Tore-Rückstand.

Auswärtssieg beim bisherigen Spitzenreiter – und das nach einem frühen Zwei-Tore-Rückstand! Der EHC Red Bull München gewann am Freitag sein Auswärtsspiel bei den Eisbären Berlin mit 4:2 (1:2, 1:0, 2:0) und geht somit als Tabellenzweiter und mit zwei Siegen aus den ersten drei DEL-Spielen (allesamt auswärts) ins erste Heimspiel der Saison am Sonntag gegen die Augsburger Panther (16.30 Uhr). Dort wird vor Spielbeginn durch Kapitän Michael Wolf, der sein 600. DEL-Spiel bestreiten wird, feierlich das Meisterschaftsbanner unter dem Hallendach gehisst.

In der Hauptstadt begann die Partie am Abend jedoch erst einmal nicht wie vom Titelverteidiger gewünscht. Denn so gut er am vergangenen Sonntag in Wolfsburg ins Spiel gekommen war, so holprig startete der Meister bei den Eisbären in die Partie. Bereits nach 107 Sekunden gingen die Gastgeber vor 11.307 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena in Führung. Der EHC agierte zu offensiv, verlor den Puck und so konterte Berlin die Gäste mit einer Drei-auf-eins-Situation eiskalt aus. Keeper Danny aus den Birken rutschte der Schuss von Frank Hördler unter dem Schoner hindurch ins Tor, machte dabei keine gute Figur (2.). Die Hausherren machten weiter Druck und erhöhten in Person von Nick Petersen zeitnah auf 0:2 aus EHC-Sicht. Der Angreifer umkurvte die gesamte Münchner Defensive, passte vor den Kasten und dort lenkte Matt Smaby den Puck unglücklich mit der Kufe ins eigene Netz (5.).

Und der EHC? Der kam jetzt besser ins Spiel. Im ersten Powerplay scheiterten zunächst Daryl Boyle und Jon Matsumoto, doch in der 13. Minute konnten die Red Bulls in der zweiten Überzahlsituation auf 1:2 verkürzen. Matsumoto lenkte einen Schuss von Kapitän Michael Wolf zum Anschlusstreffer ab.

Der Mittelabschnitt gestaltete sich ausgeglichen und offensiv von beiden Teams, in der neutralen Zone spielte sich die Partie kaum noch ab. In Unterzahl scheiterte Florian Kettemer an Eisbären-Schlussmann Petri Vehanen und vergab die Chance auf den Ausgleich (25.). In der Folge blieb das Spiel attraktiv, jedoch ohne zwingende Chancen – bis der Puck dann doch noch im Berliner Tor landete. Vehanen konnte einen Direktschuss von Jason Jaffray, der sein Comeback beim EHC feierte, noch abwehren, doch den Rebound netzte Keith Aucoin zum verdienten 2:2 ins Berliner Gehäuse (32.) ein. Gegen Ende des Drittels vergaben erneut Kettemer und zweimal Brooks Macek weitere Gelegenheiten.

Im Schlussdrittel war es dann Jerome Flaake, der nach mustergültigem Zuspiel von Yannic Seidenberg das 3:2 für München erzielte (49.). Die Red Bulls verlegten sich mit zunehmender Spieldauer aufs Kontern. Macek setzte 25 Sekunden vor Schluss mit einem Treffer ins leere Tor den Schlusspunkt zum insgesamt nicht unverdienten 4:2-Auswärtserfolg in Berlin.

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