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Das System Pagé? Passé beim EHC!

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Trainer Pagé ist von seiner Vision abgerückt © gepa

München - Puh, Xaver ist vorbei und hat einige Verwüstung angerichtet. Beim EHC München ist die „Sturmphase“, wie Trainer Pierre Pagé es nennt, nun gefühlt ebenfalls abgeschlossen.

 Er ist von seiner Vision abgerückt – mit Erfolg: Nach dem Triumph über Tabellenführer Köln und dem 4:1-Sieg am Freitag gegen die Adler Mannheim attackiert der EHC die Top 6 der Tabelle! Nach dem Sonntagsspiel gegen Straubing (3:1-Sieg) lagen die Münchner auf dem achten Platz.

Der Spielstil der vorigen Wochenenden erinnert an Munich hockey: voller Einsatz, gutes Defensivspiel gerade in Unterzahl, eiskalt und geradlinig im Angriff. „Wir haben jetzt ein anderes System“, sagt Andy Wozniewski. Der EHC spiele jetzt, „wie es die Jungs gewohnt sind. Jeder kennt seine Position. Das macht es den Leuten einfacher.“ Pagé ist von seiner Vision abgerückt, auf das natürliche Spielverständnis der Cracks zu setzen. Es war eine tolle, aber utopische Idee – vorne zockte der EHC spektakulär auf, aber hinten hagelte es ebenfalls Tore. „Wir hatten ein Problem“, sagt Pagé über die Auftritte wie das 0:9 in Mannheim. Der Trainer hat lange gehofft, dass die Mannschaft das Spielsystem annimmt. Jetzt hat er, unter Druck der Ergebnisse und des Spielerunfriedens, die Bremse reingehauen.

Die Spieler halten, trotz des Rauswurfs des widerborstigen Sean O’Connors unter der Woche, mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg – und kritisieren das alte Spielsystem. „Wir spielten ein Fünf-Mann-keine-Position-System“, sagt Wozniewski. „Wenn das keiner kennt oder zumindest gewohnt ist, ist es schwer, das aufzuziehen.“

Wozniewski ist der Inbegriff der Umstellungen, der 33-jährige Abwehrhüne führte den EHC an. „Wir profitieren von Änderungen.“ Stürmer Sparre erklärt, dass die Stürmer nun aggressiver herangehen und sagt: „Offensichtlich funktioniert das neue System besser.“ Schon am Dienstag steht das Spiel bei der Düsseldorfer EG an. Also, weiter Vollgas. Wozniewski meint: „Wir haben so ein gutes Team. Es wäre eine Schande, das zu verschleudern.“

wim

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