David Leggio über Vaterfreuden und Torwart-Duelle

Eis, Eis, Baby!

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David Leggio und Leo 

München - David Leggio hat einen neuen, kleinen größten Fan! Seit viereinhalb Monaten ist Söhnchen Leo Leggio auf der Welt. Die tz traf die gesamte Familie zum Interview.

Babyfläschchen statt Mundschutz, Rasseln statt Eishockeyschläger. David Leggio, Torhüter des EHC Red Bull München, erwartet seit neuestem nach dem Training ein absolutes Kontrastprogramm daheim. Grund dafür ist der kleine Leo. Viereinhalb Monate ist der Leggio-Spross mittlerweile alt. Gemeinsam mit Mama Kristen (30) begleitete der Kleine seinen Papa für dessen zweite Saison bei den Red Bulls von Buffalo (USA) nach München. Die tz traf die junge Familie zum Interview.

Herr Leggio, es ist Ihre zweite Saison in München – und Ihre allererste als Vater. Was hat sich verändert?

David Leggio: Eigentlich alles! (lacht) Kinder zu haben, ist etwas, das man nicht beschreiben kann. Ein völlig neues, wunderschönes Lebensgefühl. Und natürlich ändert sich auch die tägliche Routine. Vieles muss auf das Kind ausgerichtet werden. Aber ich muss sagen, dass Kristen das ­großartig ­managed. Sie achtet immer darauf, dass ich genügend Zeit bekomme, um mich zu erholen.

Das heißt, Sie kommen immer ausgeschlafen ins morgendliche Training?

David Leggio (lacht): Ja, das funktioniert wirklich gut! Wenn Leo nachts wach wird, kümmert Kristen sich meistens darum. Ich versuche sie im Gegenzug zu entlasten, wenn ich aus dem Training komme, schnappe mir Leo und mache eine Spaziergang oder dergleichen, sodass sie sich ein wenig erholen kann.

Kristen Leggio: Das Gute ist außerdem, dass Leo ein wirklich guter Schläfer ist. Er wacht sehr selten nachts auf und weint.

Frau Leggio, für Sie ist es ebenfalls die zweite Saison in München. War es dieses Mal – mit Baby – schwerer, die Heimat für knapp ein Jahr zu verlassen?

Kristen Leggio: Sicher, das war nicht einfach. Natürlich ist es schade, dass wir nicht in der Nähe unserer Familien leben und Leo dadurch beispielsweise seine Großeltern so selten sieht.

David Leggio: …wobei das für die Großeltern sicherlich noch härter ist (lacht).

Kristen Leggio (lacht ebenfalls): Stimmt! Aber deshalb kommen unsere Familien uns ja auch in der Weihnachtszeit und kurz danach in München besuchen. Es hat alles seine Vor- und Nachteile. Ich versuche jedenfalls immer, das Positive zu sehen: Durch Davids Job haben wir die Möglichkeit viel zu reisen und neue Kulturen kennenzulernen. In der kurzen Pause während des Deutschland Cups waren wir zum Beispiel für vier Tage an der Almafi Küste. Es war toll, ein neues Land zu sehen. Und das ist auch etwas, von dem Leo später profitieren kann.

David Leggio: Hoffentlich spiele ich noch, wenn er alt genug ist, um selbst auf dem Eis zu stehen und Hockey zu spielen.

Das heißt, wir sehen hier eine neue Generation der EHC-Goalies?

David Leggio: Das kann Leo am Ende entscheiden. Er soll das tun, was ihn glücklich macht. Wenn er Anwalt werden will, ist das genauso super wie wenn er Eishockey-Goalie werden will.

Apropos Goalies – Sie teilen sich mit Danny aus den Birken quasi den Status als erstem Torhüter des Teams. Wer spielt, wird häufig erst kurz vor der Partie entschieden. Wie schwer ist dieses ständige Duell für Sie?

David Leggio: Natürlich will man als Spieler immer, so viel wie möglich auf dem Eis stehen und natürlich würde auch ich gern immer spielen. Aber ich schätze Danny sehr und letztendlich ist es wichtig, dass wir als Mannschaft erfolgreich sind. Das Team, die Siege stehen über allem. Da muss man auch mal persönliche Wünsche und Eitelkeiten beiseite schieben.

Für das Team läuft es ja momentan sehr gut. Sie stehen auf Platz eins der Tabelle.

David Leggio: Stimmt, wir haben es geschafft, uns schnell einzuspielen und eine Einheit zu werden. Unsere große Stärke ist sicherlich die Tiefe der Mannschaft. So konnten wir zuletzt die Phase, in der wir sehr viele Verletzte hatten, gut kompensieren. Jetzt, da viele Spieler zurückkommen, hoffe ich, dass wir noch besser werden.

Interview: Lena Meyer

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