Auch gegen Donezk will er brillieren

Robben: "Alarmstufe rot für jede Abwehr"

Arjen Robben
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Arjen Robben.

Lwiw - Arjen Robben ist momentan die größte Attraktion der Bundesliga. Nun soll der Superstar von Bayern München auch in der Champions League glänzen.

Arjen Robben kann zurzeit machen, was er will - es klappt. Am vergangenen Samstag traf der Superstar von Bayern München gegen Hamburg sogar mit dem rechten Fuß. Mit dem Fuß, den Robben eigentlich nur hat, damit er nicht umfällt, wie Spötter behaupten. Als „echte Überraschung“ bezeichnete deshalb auch Kapitän Bastian Schweinsteiger den Treffer seines Kollegen - und schmunzelte.

Robben hat einen Lauf, und das jetzt schon seit über zwei Jahren. Auch wenn Bayern-Coach Pep Guardiola erst am Montagabend in Lwiw vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League in Lwiw gegen Schachtjor Donezk wieder betonte, dass auch ein Robben keine Titel alleine gewinnen könne - der Spanier weiß, was er an dem 30 Jahre alten Niederländer hat.

„Arjen ist fundamental für uns. Er hat eine große Mentalität und Persönlichkeit“, lobte Guardiola seinen besten Spieler zum wiederholten Male. Robben, der in den kommenden Wochen auch in der Königsklasse vorangehen soll, habe in den letzten Jahren „allen gezeigt, wie gut er ist“.

Robben hat in der Tat eine erstaunliche Wandlung vollzogen. Galt er nach seinen verschossenen Elfmetern im Bundesliga-Endspurt 2012 und vor allem im „Finale dahoam“ als Reizfigur in München, als ungeliebter „Ego-Robben“, so ist er inzwischen für den FC Bayern so wertvoll wie noch nie. Und dies nicht nur aktuell wegen seiner 14 Bundesligatore und dreier Vorlagen.

Robben ist die derzeit größte Attraktion der Liga. Er geht beim FC Bayern als Vorbild voran, reißt seine Kollegen mit seinen unwiderstehlichen Alleingängen auch in schwierigen Situationen mit.

„Wenn er den Ball hat, dann herrscht Alarmstufe Rot für jede Abwehr“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vor dem Spiel in Lwiw. Es ist deshalb nicht einmal eine große Übertreibung, wenn Rummenigge den dribbelstarken Außenstürmer, der lange Zeit als äußerst verletzungsanfällig galt, als „momentan vielleicht besten Feldspieler der Welt“ würdigt.

Robben sticht selbst im Münchner Starensemble mit Individualisten wie Franck Ribery, Thomas Müller oder Mario Götze heraus. Von ungefähr kommt die Entwicklung nicht. Der 55-malige Nationalspieler, der auch bei der WM in Brasilien geglänzt hatte, arbeitet sehr professionell an seiner Fitness. Wenn andere schon unter der Dusche stehen, sieht man Robben immer noch auf dem Trainingsplatz bei Stabilisationsübungen.

Auch sein Spiel hat der Niederländer umgestellt. Zwar sind es noch immer die Eins-zu-Eins-Situationen, die ihn auszeichnen, doch inzwischen denkt Robben auch an die Mannschaft. „Früher hat Robben nur mit dem Fernglas nach hinten geguckt, sich aber umgestellt. Wenn du defensiv mitarbeitest, dann steigt dein Wert in der Mannschaft“, stellte auch Sky-Experte Stefan Effenberg fest.

Auch er hat sich inzwischen in die große Fan-Kolonie eingereiht. „Du weißt genau wie er spielt, aber du hast keine Chance. So sind nur absolute Weltklassespieler“, lobte Effe.

Selbst die Gegner verneigen sich inzwischen fast schon ehrfürchtig vor Robben. „Als er ausgewechselt wurde, habe ich überlegt, ob ich klatschen soll. Dann habe ich es gemacht. Die Ehre muss man ihm erweisen“, sagte am Samstag HSV-Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer anerkennend - und das nach einer 0:8-Klatsche.

SID

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