Einsatz gegen Mainz dennoch ungewiss

Entwarnung bei Robben

Arjen Robben (r.) verlässt mit seinem Fahrer die Praxis von Dr. Müller-Wohlfahrt.

München - Arjen Robben hat sich bei der niederländischen Nationalmannschaft offenbar nicht ernsthaft verletzt. Die tz erwischte den erleichterten Flügelflitzer nach einem Besuch bei Mannschaftsarzt Müller-Wohlfahrt.

Schon wieder Arjen Robben? Hat es ihn diesmal wieder schlimm erwischt? Fällt er womöglich länger aus? Diese Fragen haben sich wohl alle Bayern-Fans gestellt, als sie von der Verletzung des Holländers im Vorfeld des Spiels seiner Nationalelf in Ungarn erfahren hatten. Aber die tz kann die Fans aufatmen lassen – Robben gibt Entwarnung. Exklusiv zur tz sagte er: „Ich bin froh, dass es nichts Schlimmes ist.“

Beim Aufwärmen hatte Robben über Leistenprobleme geklagt, musste deshalb auf einen Einsatz für das Team von Ex-Bayerntrainer Louis van Gaal verzichten. Die Befürchtung war groß, dass der Flügelflitzer dem FC Bayern länger fehlen könnte – und das auch noch so kurz vor dem Beginn der Champions League.

Gleich nach seiner Rückkehr aus Budapest am Mittwoch Morgen führte Robbens erster Weg direkt in die Praxis von Mannschaftsarzt Dr. Müller-Wohlfahrt. Um 11.18 Uhr betrat der Holländer die Praxis, wurde dort gute zwei Stunden lang behandelt, ehe er sich erleichtert wieder auf den Heimweg machte. Davor nahm er sich aber noch kurz Zeit für die tz. „Es ist nicht so schlimm, ich bin richtig erleichtert“, sagte Robben nach der Behandlung.

Wie lange er den Bayern fehlen wird, ist allerdings noch ungewiss. „Das kann ich jetzt noch nicht sagen, aber ich bin glücklich, dass ich unseren Arzt habe“, so der Holländer über Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, der den 28-Jährigen in den letzten Jahren schon etliche Male wiederhergestellt hatte, wenn es irgendwo zwickte.

Für die Münchner Anhänger bleibt indes nur zu hoffen, dass Robben mit seiner Aussage auch recht behält und schon bald wieder für die Roten auf dem Platz steht. Ob es am Samstag gegen Mainz schon wieder so weit ist, ist fraglich – denn Robben wird wohl nur auflaufen, wenn er auch wirklich zu 100 Prozent fit ist. Nicht nur, weil der Trainer das vorgibt, sondern weil er das für sich selbst so entschieden hat.

Erst vor dem letzten Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart hatte Robben freiwillig auf einen Einsatz verzichtet und damit auch mit seinem Egozentriker-Image aufgeräumt. „Am Mittag vor dem Spiel kam Arjen auf mich zu und sagte: Trainer, wir haben so gute Spieler, eine so starke Mannschaft. da ist es besser, einen fitten Mann zu bringen, anstatt mich“, sagte Trainer Jupp Heynckes über Robben. Die Fortsetzung ist bekannt: Der Holländer ging für sein Team auf die Tribüne, die Bayern gewannen mit 6:1, und Thomas Müller zeigte eine starke Leistung als Robben-Vertreter auf dem rechten Flügel. Trainer Heynckes zeigte sich im Anschluss schwer angetan von den Worten seines Superstars. „Das zeigt, welchen Mannschaftsgeist wir haben“, so Heynckes.

Alexander Kobler

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