Spanier ist wieder Zauberer statt Zauderer

Thiago vor Atlético-Spiel: "Wir wissen, was wir zu tun haben"

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Freuten sich gemeinsam: Thiago und Manuel Neuer.

München - Unter Carlo Ancelotti blüht Thiago auf und zeigt seine Qualität. Gegen Atlético Madrid hat er etwas gutzumachen - und kennt die Schwächen und Stärken der Spanier.

Von Rachegelüsten gibt es bei Thiago vor der Rückkehr ins Vicente Calderon keine Spur, doch den bitteren Abend im April hat er noch genau im Kopf. „Es war ein Detail. Eine Situation, wegen der Atlético 1:0 gewonnen hat“, erinnert er sich an die Hinspiel-Niederlage im CL-Halbfinale. Kein Wunder, schließlich war er an dieser Aktion maßgeblich beteiligt. Oder auch nicht. Denn Thiago ließ Saul Niguez gewähren, griff ihn nicht an und war nur Statist bei dessen Super-Solo zum Siegtreffer – der Anfang vom Ende.

Im Sommer gab es einen Neuanfang für den Spanier. Ziehvater Pep Guardiola, der ihn 2013 mit den Worten „Thiago oder nix“ nach München gelotst hatte, verließ den FC Bayern. Thiago blieb. Und zeigt plötzlich unter Carlo Ancelotti schon fast vergessene Qualitäten. Unter Pep wirkte er häufig zu verspielt, verzettelte sich immer wieder in seinen Szenen. Jetzt ist Thiago wieder Zauberer statt Zauderer. 

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Es sind geniale Momente wie sein Pass auf Franck Ribéry vor dem Siegtreffer in Hamburg. Volley mit dem Außenrist schickte er die Kugel in den Lauf des Franzosen, der Joshua Kimmichs Tor vorbereitete. „Genau der richtige Pass in dieser Situation“, lobte Philipp Lahm seinen Teamkollegen und meinte anerkennend. „Technisch war der höchst anspruchsvoll. Aber wenn ihn einer kann, dann Thiago.“ Ähnlich beeindruckt zeigte sich Mats Hummels von Thiagos Traumpass. „Der war schon lächerlich gut. Da hat er ja dann auch die Anerkennung von der Bank bekommen“, so der Abwehrmann. Selbst Manuel Neuer hielt es nicht mehr in seinem Kasten, der Torhüter rannte auf Thiago zu und führte mit ihm auf dem Rasen einen spontanen Tanz auf.

Thiago: "Keiner verteidigt besser als Atlético"

Unter Ancelotti zählt der 25-Jährige zu den wenigen Spielern, die nur ganz selten aus der Startelf rotieren. Lediglich gegen Ingolstadt saß Thiago zunächst auf der Bank, ansonsten spielte er immer von Beginn an. Am Mittwoch ziemlich sicher auch. Und er hat ja noch etwas gutzumachen gegen die Madrilenen. „Wir kennen ihre Stärken, und wir kennen ihre Schwächen. Wir wissen genau, was wir zu tun haben“, gibt sich der Zauberfuß selbstbewusst. Vor Atlético hat er dennoch großen Respekt, vor allem vor der Defensive: „Sie verteidigen besser als wir, als Barcelona, als Real. Keiner verteidigt besser als Atlético.“ Es braucht Lücken in der Defensive der Rojiblancos. Und Thiago muss sie finden.

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