Pokalkracher am Mittwoch

Leverkusen hofft: "Für Bayern wird es schwer"

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Bayer-Kapitän Simon Rolfes hofft gegen die Bayern auf den Heimvorteil.

Leverkusen - Bayer Leverkusen hofft im DFB-Pokal auf den ersten Sieg seit 22 Jahren. Mit dem FC Bayern hat die Werkself den härtesten Brocken erwischt. Doch der "Underdog" hat Hoffnung.

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Die Sehnsucht nach einem Titel ist bei Bayer Leverkusen so stark wie lange nicht mehr. „Bayern München ist immer Favorit, aber die Mannschaft ist wirklich heiß, möchte mal eine große Überraschung schaffen und zum Endspiel nach Berlin“, sagte Vereinsboss Michael Schade nach dem 4:0 in der Fußball-Bundesliga gegen den Hamburger SV und vor dem Viertelfinal-Hit im DFB-Pokal am Mittwoch (20.30 Uhr/ARD) gegen den Titelverteidiger. „Das Selbstvertrauen ist nach den Lauf stark ausgeprägt.“

Schließlich ist Bayer 04 seit Wochen bärenstark. Fünf Liga-Partien mit 13:0-Toren lautet die makellose Bilanz der Werkself, die damit den vierten Champions-League-Platz gefestigt und den Traum vom ersten (Pokal-)-Titelgewinn nach 22 Jahren genährt hat. „Es schadet nicht, mit dem Wissen um die eigene Stärke in so ein Spiel zu gehen. Und wir sind in einem guten Zustand“, meinte Bayer-Trainer Roger Schmidt vor dem Duell gegen die 17-maligen Rekordpokalsieger aus München. „Wenn man mal etwas in der Hand halten möchte, muss man mal gegen die Bayern gewinnen. Doch das ist natürlich eine Herkulesaufgabe.“

Nicht nur der Chefcoach ist optimistisch, aus dem Zweikampf mit dem Fußball-Goliath von der Isar als Sieger hervorzugehen. „Vielleicht können wir Fußballgeschichte schreiben“, sagte Kapitän Simon Rolfes. „Wenn wir so spielen wie gegen den HSV, wird es auch für die Bayern schwer, gegen uns zu gewinnen.“

Vor sechs Jahren ist es den Leverkusenern gelungen, die Münchner im Pokal-Viertelfinale mit 4:2 auszuschalten und danach bis ins Endspiel weiterzumarschieren, das jedoch mit 0:1 gegen Werder Bremen verloren wurde. „Wir sind nicht chancenlos. Es ist immer ein super Erlebnis, die Bayern zu schlagen“, weiß Rolfes, der schon im Pokal-Finale 2009 mitwirkte und am Ende der Saison seine Karriere beendet.

„Die Chance, den FC Bayern zu schlagen, ist in einem Heimspiel größer als auswärts oder im Finale“, meinte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler, fügte aber nüchtern an. „Die Bayern sind jedoch ein anderes Kaliber als Hamburg.“

Allerdings läuft es bei den Bayern momentan nicht optimal. Ohne die verletzten Arjen Robben, Franck Ribéry und David Alaba fehlte es am Samstag bei Borussia Dortmund (1:0) an Glanz. Ziemlich wahrscheinlich ist, dass das Trio auch in Leverkusen komplett fehlen wird. Neben den beiden Langzeitverletzten scheint die Chance auf eine Rückkehr von Ribéry nur minimal zu sein. „Eine Münchner B-Mannschaft würde in der Bundesliga immer noch um den Titel spielen“, glaubt Völler. Schade, keinen Vorteil durch die prominenten Bayern-Ausfälle zu haben.

dpa

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