Gipfeltreffen in der Regionalliga

Bayern-Amateure wollen Haching das Stoppschild setzen

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Mit vereinten Kräften: Können die jungen Bayern den Durchmarsch der SpVgg Unterhaching heute bremsen?

FC Bayern München II / SpVgg Unterhaching - Wochenlang hatte Heiko Vogel Fragen nach der SpVgg Unterhaching vornehmlich mit umfangreichen Lobeshymnen auf den Tabellenführer der Regionalliga Bayern beantwortet. 

Als „unstoppable“ bezeichnete der U23-Trainer des FC Bayern den Meisterschaftsfavoriten der höchsten bayerischen Spielklasse, man müsse „neidlos anerkennen, dass Haching von der Qualität her einfach eine Stufe über dem Rest der Liga steht“.

Heute Abend (19 Uhr, live auf Sport1, Live-Ticker bei merkur.de) empfangen Vogels Bayern-Amateure den Spitzenreiter im Grünwalder Stadion zum Gipfeltreffen. „Haushoher Favorit“ ist dabei laut dem 40-jährigen Bayern-Coach die Spielvereinigung, sein 18-jähriger Mittelfeldantreiber Niklas Dorsch aber erklärt: „Wenn wir das spielen, was wir können, dann können wir auch gegen Haching mithalten.“ Zumal sich die Personalsituation bei den kleinen Bayern allmählich entspannt. So stand Vogel am Freitag beim 2:1-Heimerfolg über den FC Memmingen neben Torhüter Andreas Rößl (28), dem Ex-Hachinger Nicolas Feldhahn (30) und Angreifer Karl-Heinz Lappe (29) mit dem lange verletzten Neuzugang Torsten Oehrl (30) erstmals auch sein vierter Routinier zur Verfügung. Nur drei davon dürfen gleichzeitig auf dem Platz stehen. Genug Auswahl also für Vogel, um heute aus sieben Punkten Rückstand vier zu machen.

Nur noch fünf von 91 Mannschaften in den fünf Regionalligen sind nach etwa einem Drittel der Saison ungeschlagen. Zu diesem erlesenen Kreis gehört auch die SpVgg Unterhaching. Die erste kleine Delle mit der Nullnummer in Seligenporten ändert nichts an der Tatsache, dass der frühere Bundesligist mit Macht die Rückkehr in die dritte Liga anstrebt. Mit namhaften Verstärkungen und der Umstellung auf einen Profi-Trainingsbetrieb hat das Team von Trainer Claus Schromm mit neun Siegen und einem Unentschieden seine Ausnahmestellung in der Regionalliga untermauert.

Hinter den Kulissen bastelt Präsident Manfred Schwabl an einer Bewerbung für Liga drei, leistet selbst einen finanziellen Beitrag. Das Derby gegen die Bayern ist nicht vorentscheidend für den Titelkampf, könnte aber einen Fingerzeig für den weiteren Saisonverlauf geben und bei einem Sieg zur Planungssicherheit beitragen. „Der FC Bayern zählt für mich zu den absoluten Mitfavoriten, denn sie haben viele starke Einzelspieler in ihren Reihen. Im Vergleich zum 0:0 in Seligenporten müssen wir konzentrierter im Spielaufbau agieren, um etwas Zählbares mitzunehmen“, betont der Hachinger Trainer, der wieder auf den zuletzt gesperrten Uli Taffertshofer zurückgreifen kann.

 

Text: Klaus Kirschner und Matthias Horner

Quelle: fussball-vorort.de

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