Die 30 als guter Vorsatz

Ancelotti-System macht Lewandowski noch stärker

München – Robert Lewandowski sucht einen Wett-Partner: Er hat keine Angst davor, sich an den Leistungen der Vorsaison messen zu lassen. Auch wegen dem System von Carlo Ancelotti.

Der Start in ein neues Lebensjahr ist für viele eine willkommene Gelegenheit, zu reflektieren: Was ist in den letzten zwölf Monaten gut gelaufen, was nicht? Wo komme ich her? Wo will ich hin? Sieht man das Geburtstagsfoto von Robert Lewandowski – aufgenommen anlässlich seines 28. Ehrentages am vergangenen Sonntag – kann man sich sicher sein: Da ist einer zufrieden mit den letzten 365 Tagen.

Gebügeltes weißes Hemd, schöne Torte, drei große Feuerwerfer, ein Strahlen im Gesicht, den Daumen nach oben gerichtet. Ein gelungener Schnappschuss – verbunden mit der Frage: Kann das nun angelaufene Lebensjahr des Polen noch besser werden?

Fußballer denken nicht nur in Lebensjahren, sondern vor allem in Spielzeiten. Und Lewandowski hat eine Saison hinter sich, die er mit dem Wort „Wahnsinn“ abgespeichert hat. Es sei „nicht leicht“, die Marke von 30 Toren, die er als Torschützenkönig der Bundesliga geschossen hat, erneut zu erreichen, sagte er am Rande des 5:0 in der ersten Pokalrunde. Drei Tore hatte er in Jena erzielt, einen lupenreinen Hatttick. Gleich zum Start nährt der Nationalspieler also immerhin die Hoffnungen darauf, dass er nahtlos an die Leistungen der vergangenen Saison anknüpfen wird.

Wer schlägt ein? Robert Lewandowski hofft auf Wett-Angebote im Laufe der Woche.

Im letzten Saisonspiel gegen Hannover war Lewandowski Mitte Mai der 30. Treffer gelungen. Damals sprintete er über das gesamte Spielfeld direkt in die Arme von Lorenzo Buenaventura. Mit dem Fitnesscoach hatte der Torjäger die Wette abgeschlossen, dass er als erster Bundesliga-Spieler nach 39 Jahren die magische 30er-Marke knacken werde. Es hatte gedauert, Lewandowski musste die nervigen Fragensteller oft vertrösten, wollte erst über die „30“ reden, wenn er sie auch erreicht. Das machte er dann, als er die Allianz Arena zum letzten Mal vor der Sommerpause verließ. Er plauderte und plauderte – auch über eben jene Wette, die ihn so angespornt hatte.

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Für die mit dem Eröffnungsspiel gegen Bremen am Freitag startende neue Spielzeit wurden noch keine Einsätze vereinbart. „Noch habe ich keine Wette abgeschlossen“, sagt Lewandowski, zeigt sich aber durchaus interessiert: „Es scheint ja für mich gut zu funktionieren, wenn ich wette.“ Sollte sich jemand anbieten, werde er einschlagen. Denn er hat gute Gründe.

Lewandowski ist schon jetzt in Form – und das 4-3-3-System von Carlo Ancelotti kommt ihm zugute. Die Rolle als Mittelstürmer kann er besser ausfüllen als noch unter Pep Guardiola, er sagt: „Ich hoffe, wir spielen weiter so offensiv, dann kommen auch meine Situationen vor dem Tor.“ Am besten wäre es, „wenn es gleich zum Start gut läuft“. Damit am Ende des Lebensjahrs die 30 steht. Als Marke natürlich – nicht als Alter.

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