Sieg gegen Leverkusen

Auch ohne Hoeneß: FC Bayern macht die "50" voll

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Manuel Neuer war gegen Leverkusen nur selten gefordert.

München - Im Spiel eins nach Uli Hoeneß hat der FC Bayern die „50“ voll gemacht: Der Rekordmeister gewann gegen Leverkusen 2:1 (1:0), blieb auch im 50. Spiel in Folge ungeschlagen. Die Titelverteidigung ist zum Greifen nah.

Im Idealfall können die Münchner, die inzwischen 23 Punkte vor Dortmund liegen, schon am kommenden Wochenende in Mainz den 24. Titel der Vereinsgeschichte perfekt machen. Aus eigener Kraft kann der Triple-Sieger Ende März im Heimspiel gegen Hoffenheim Meister werden.

Schweinsteiger: Meister in Mainz wäre lustig

Den 17. Sieg des Teams von Pep Guardiola in Serie leitete Torjäger Mario Mandzukic mit seinem 17. Saisontor ein (44.). In der 52. Minute erhöhte der überzeugende Bastian Schweinsteiger mit einem sehenswerten Freistoß auf 2:0. Der zuletzt schwache Bundesliga-Torschützenkönig Stefan Kießling beendete in der Nachspielzeit (90.+1) seine Torflaute.

„Ich freue mich, dass mein Freistoßtreffer ein wichtiges Tor war. Ich kann mich daran erinnern, dass wir schon mal in Mainz Meister geworden sind. Da ist es ganz lustig, weil die mitfeiern. Aber letztendlich ist es uns egal, wann wir Meister werden“, sagte Torschütze Schweinsteiger bei Sky.

Uli Hoeneß war nicht im Stadion und sah den Erfolg der Bayern, die er mit seiner Verurteilung zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren und dem nachfolgenden Rücktritt von allen Ämtern in den Grundfesten erschüttert hatte, angeblich zu Hause am Tegernsee. Noch am Freitag hatten die Münchner die Nachfolge des 62-Jährigen geregelt.

Son vergibt Riesenchance zur Führung

Während die Bayern weiter konkurrenzlos sind, muss Leverkusen, immerhin letzter Bezwinger des Triple-Siegers in der Liga (28. Oktober 2012/2:1), um die direkte Qualifikation zur Champions League zittern. „Erste Halbzeit waren wir gut im Spiel drin. das 0: 1 hätte nicht passieren dürfen. Danach ging bei uns etwas die Konzentration verloren. Nun müssen wir uns auf die restlichen Bundesligaspiele konzentrieren“, sagte Levekusens Heung Min Son.

Die Bayern blieben trotz aller Aufregung in den vergangenen Tagen zunächst unbeeindruckt und begannen vor 71.000 Zuschauern, die auf Bekundungen in Richtung Hoeneß lange Zeit verzichteten, dominant. So hatten Mario Götze, Schweinsteiger und Arjen Robben in der Anfangsphase gute Schussmöglichkeiten.

Allerdings hatten die Bayern ganz viel Glück, dass sie in der 11. Minute nicht in Rückstand gerieten. Nach tollem Pass von Stefan Kießling stand Son plötzlich ganz alleine vor Manuel Neuer, hatte aber nicht die Nerven.

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In der Folge verloren die Münchner, bei denen Guardiola in der Startelf erneut sechs Änderungen vorgenommen hatte, etwas ihren Rhythmus. Gegen eine gut gestaffelte Bayer-Defensive hatte der Spitzenreiter trotz 80 Prozent Ballbesitz in der ersten Hälfte Probleme, Tempo aufzunehmen und Chancen herauszuspielen.

Die gab es auf der Gegenseite, als Simon Rolfes Neuer mit einem Gewaltschuss zu einer Glanztat zwang (29.). Zudem musste Jerome Boateng in höchster Not gegen Lars Bender klären (35.). Dies sollte sich kurz vor der Pause rächen: Nach Flanke von Schweinsteiger traf Mandzukic per Kopf.

Als Schweinsteiger dann kurz nach dem Wechsel aus 16 Metern den Ball unter die Latte zirkelte und so seinen zweiten Ligatreffer in dieser Saison erzielte, war die Gegenwehr der Gäste weitgehend gebrochen. Die Bayern dominierten nun fast nach Belieben. Ab der 75. Minute erklangen dann „Uli Hoeneß, das ist der beste Mann“-Sprechchöre im Stadion. Kießling sorgte dann noch einmal für Applaus bei den Bayer-Fans.

sid

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