Einer regt sich besonders auf

Martinez' Brutalo-Foul sorgt für Diskussionen

München - Es war der negative Höhepunkt im mitreißenden Pokalfight zwischen dem FC Bayern und dem BVB: Javi Martinez' Brutalo-Foul in der 62. Minute gegen Robert Lewandowski. Einer ärgerte sich besonders über die Szene.

Der "deutsche Clasico" hielt auch dieses Mal, was er versprach: Zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund entwickelte sich ein hochklassiges Duell auf Augenhöhe, mit dem besseren, verdienten und siegreichen Ende für die Münchner. Auffallend zudem die Art und Weise, wie sich beide Mannschaften begegneten: sportlich fair, ohne jegliche Scharmützel und Bösartigkeiten. Die Gelben Karten für Mario Mandzukic und Toni Kroos entstanden durch etwas weit ausgefahrene Ellenbogen im Luftkampf - alles im Rahmen.

Die negative Ausnahme bildete Javi Martinez, der in der 62. Minute mit einer brutalen Grätsche gegen den Knöchel Robert Lewandowskis zu Werke ging. Der Aufschrei war enorm. Sowohl auf der Dortmunder Bank, die das üble Foul aus nächster Nähe miterleben musste und synchron wild protestierend aufsprang, als auch im Fernsehen, wo Sky-Reporter Marcel Reif spontan von "versuchter Körperverletzung" sprach.

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Schiri Knut Kircher sah das anders und ließ mit der Gelben Karte Milde walten. Glück für Martinez - und für Lewandowski, der rechtzeitig hochsprang und deshalb nicht mit voller Wucht getroffen wurde. Er blieb unverletzt und konnte schnell weiterspielen.

Javi Martinez senste Robert Lewandowski übel um.

Nach dem Spiel sorgte das Foul aber noch für Diskussionen. Vor allem bei BVB-Trainer Jürgen Klopp. "Wenn Martinez Rot gekriegt hätte, hätte wohl niemand aufgeschrien", sagte er, war jedoch weit davon entfernt, die Rote Karte für Martinez zwingend einzufordern. Der BVB-Coach erinnerte vielmehr daran, dass Opfer Lewandowski vor zwei Wochen im Bundesliga-Spiel gegen den Hamburger SV für ein vergleichsweise harmloses Foul die Rote Karte und dazu noch drei Spiele Sperre erhalten hatte.

Im Hinblick auf die Berufungs-Verhandlung am Freitag (10.30 Uhr) appellierte Klopp daher ans DFB-Sportgericht, die Maßstäbe noch einmal zu überdenken und es bei den bereits verbüßten zwei Spielen Sperre zu belassen.

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Tatsächlich wirkt Martinez' Foul im direkten Vergelich wesentlich brutaler als jenes von Lewandowski gegen Hamburgs Skjelbred. Vergleichen Sie die Fouls im Video und teilen Sie uns Ihre Meinung über die Kommentarfunktion unten mit:

Foul von Martinez an Lewandowski

Foul von Lewandowski an Skjelbred (ab 3.05 Minuten)

Rubriklistenbild: © dpa

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