Debüt für den FC Bayern

An eines muss man sich bei "Lewy" noch gewöhnen

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Robert Lewandowski gab gegen den MSV Duisburg sein Debüt für den FC Bayern.

Duisburg - Robert Lewandowski war bei seinem Saison-Einstand ganz der Alte, nur trägt der Topstürmer jetzt rot und blau statt schwarz und gelb. Bayerns Top-Transfer ist angekommen.

Rot und blau statt schwarz und gelb. Es war ein ungewohntes Bild, als Robert Lewandowski in der Duisburger MSV-Arena den Rasen betrat. Im neuen Trikot von Rekordmeister Bayern München ließ der Bundesliga-Torschützenkönig der Vorsaison im Benefizspiel gegen den MSV Duisburg altbekannte Qualitäten aus Dortmunder Tagen aufblitzen. Gleich im ersten Spiel für den neuen Arbeitgeber erzielte der Pole sein erstes Tor. Auch wenn der Drittligist den Bayern letztlich ein 1:1 (0:0) abtrotzte, Lewandowski wusste das Spiel einzuordnen.

„Ich bin zufrieden, habe ein Tor gemacht“, sagte der 25-Jährige zu seinem gelungenen Debüt. „Wir müssen noch an uns arbeiten, das ist so in der Vorbereitung. Wir sind erst zwei Wochen im Training und haben noch viel Zeit.“

Doch was der Ausnahmestürmer vor 24.126 Zuschauern zeigte, konnte sich sehen lassen. Lewandowski forderte den Ball, er lauerte, arbeitete nach hinten, schirmte den Ball gekonnt ab und erntete zweimal nach einem Hackentrick sowie einer spektakulären Drehung für Szenenapplaus. Und er zeigte wie schon beim BVB Vollstrecker-Qualitäten.

Erstes Lewandowski-Spiel für Bayern: Bilder

Erstes Lewandowski-Spiel für Bayern: Bilder

Nach präzisem Zuspiel von Rafinha spritzte Lewandowski in den Strafraum und vollendete eiskalt zum 1:0 (62.). Nur zwei Minuten später fast eine Doublette, doch diesmal traf der Stürmer aus spitzem Winkel nur das Außennetz. Matthias Sammer war angetan.

„Das ist ein außergewöhnlicher Fußballer mit außergewöhnlichen Fähigkeiten“, sagte Bayerns Sportvorstand nach dem Spiel. „Wir werden ihn behutsam aufbauen, er hat schon fast ein komplettes Spiel gespielt“.

Fast, denn nach 86 Minuten endete das Debüt von Bayerns Top-Transfer. Während Tobias Schweinsteiger bereit zum Wechsel an der Seitenlinie stand, entfernte sich Lewandowski zügig Richtung Gegenseite. Erst das wiederholte Rufen des Schiedsrichters machte den Polen auf seine Auswechslung aufmerksam.

Dass es am Ende nicht zu einem Bayern-Sieg reichte, lag an einer schönen Einzelaktion von MSV-Spieler Fabian Schnellhardt, der an Bayern-Kapitän Holger Badstuber vorbei ins linke Eck traf (69.). Der 30-malige Nationalspieler absolvierte sein zweites Spiel 19-monatiger Verletzungspause. „Badstuber war sehr gut, das sah super aus, von den Bewegungsabläufen schon viel besser als zuletzt“, lobte Sammer anschließend: „Wir haben einen Neuzugang hinzubekommen.“

Doch nicht nur den. Auf die ablösefreie Verstärkung Robert Lewandowski können sich die Bayern-Fans nach seinem vielversprechenden Einstand freuen. Nur an das rot-blaue Trikot muss man sich noch gewöhnen.

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sid

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