"verehrt – verfolgt – vergessen“

FC Bayern eröffnet Wanderausstellung in KZ-Gedenkstätte 

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Dachau - Am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus eröffnet der FC Bayern eine Wanderausstellung. Zentrales Thema: die Geschichte des Vereins während der Nazi-Zeit. 

Es soll ein Zeichen gegen jede Art von Diskriminierung sein. Ein Zeichen gegen den aktuell in der Gesellschaft schwelenden Rassismus. Und vor allem soll es ein Zeichen sein, dass man nie vergessen darf. 

"verehrt – verfolgt – vergessen“ - so der Titel der Ausstellung. 

Vor diesem Hintergrund hat der FC Bayern am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus eine Wanderausstellung mit dem Namen "verehrt - verfolgt - vergessen" eröffnet. Zentraler Bestandteil der Ausstellung soll die Rolle und die Geschichte des FC Bayerns in Zeiten des Nationalsozialismus sein. Im Mittelpunkt stehen 56 Vereinsmitglieder, die aus religiösen oder politischen Gründen fliehen mussten oder deportiert wurden. Ihr Weg wird auf einer Weltkarte dargestellt. Des weiteren will die Ausstellung in diesem Zusammenhang unter anderem die Biographien der Ehrenpräsidenten Kurt Landauer und Siegfried Herrmann näher beleuchten. Die Ausstellung ist nach Vereinsangaben eine gemeinsame Aktion der FC Bayern Erlebniswelt und der Initiative "!Nie wieder - Erinnerungstag im Deutschen Fußball". 

"Erinnerung an dieses schreckliche Kapitel der deutschen Geschichte auch im Fußball richtig und wichtig"

"Es ist uns ein Anliegen, Jahr für Jahr aktiv gegen das Vergessen vorzugehen. Mit der heute eröffneten Ausstellung setzt der FC Bayern erneut ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung im Fußball", wird Vereinspräsident Karl Hopfner zitiert, der zusammen mit Klaus Schultz (Diakon der Versöhnungskirche) die Ausstellung eröffnete. Laut Schultz sei die Erinnerung an dieses schreckliche Kapitel der deutschen Geschichte auch im Fußball wichtig und richtig. Der FC Bayern nehme "eine Rolle als Vermittler von Werten weit über den Sport hinaus ein." 

Die Wanderausstellung wird noch bis zum 1. Mai 2016 in der Evangelischen Versöhnungskirche der KZ-Gedenkstätte Dachau zu sehen sein. Zudem besteht für Ausstellungshäuser, Schulen und Fan-Clubs die Möglichkeit, die Wanderausstellung nach dieser Zeit auszuleihen.

lp

Lukas Praller

Lukas Praller

E-Mail:info@merkur.de

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